Rauchverbot
Kampagne gegen Rauchen auf dem Oktoberfest
von Karin Gabler
MÜNCHEN. Das bayerische Rauchverbot gilt auch für das Münchner Oktoberfest. Das machte Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer noch einmal bei einem Gespräch der Festwirte deutlich. „Es gibt heuer lediglich noch kein Bußgeld.“
Hände frei für anderes
Damit die Gäste mit dem Verbot besser umgehen können, hat Roiderer das Gesetz von dem Karikaturisten Dieter Hanitzsch jetzt auf originelle Weise darstellen lassen: Die beiden Motive zeigen jeweils ein Pärchen, mal mit Bier und Hendl, mal beim Küssen. Die Zigarette ist hingegen durchgestrichen.
„Wir wollen freundlich auf das Verbot hinweisen“, sagt Roiderer „und aufzeigen, dass man ohne Zigarette seine Hände frei hat – zum Essen, Trinken und Feiern.“ Vielleicht auch zum Flirten, schließlich ist das Oktoberfest die größte Flirtbörse der Welt.
Die Wirte ließen die Karikaturen auf insgesamt 500 Großplakate und 30.000 Buttons für die Bedienungen aufziehen. Interessant für die Wiesnwirte war das Sträubinger Gäubodenfest. Dort entstanden durch das Rauchverbot kaum Probleme. „Allerdings“, so Bräurosl-Wirt Georg Heide, „gibt es dort nicht nur 5 bis 6 Mio. Besucher weniger, sondern viel mehr Freiräume rund um die Bierzelte. Das kann man nicht vergleichen.“ So ist etwa das Problem, wie Gäste ohne Reservierung nach der Outdoor-Zigarette wieder ins Zelt kommen, ungelöst. Insgeheim hoffen wohl alle auf schönes Wetter für Rauchertreffs im Wiesn-Biergarten.


