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Hauptstadt Berlin

Kampf gegen tückische Krankheit verloren

Berlins erster Meister-Sommelier Lars Rutz im Alter von 33 Jahren verstorben

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/2 vom 10. Januar 2004

BERLIN (ur). Nachdem schon im Februar vergangenen Jahrs die Ärzte einen bösen Hautkrebs bei Lars Rutz festgestellt hatten, ereilte Berlins bisher ersten und einzigen Meister-SommelierBerufsbezeichnung für Mitarbeiter, der in einem Restaurant den Inhaber und die Gäste hinsichtlich des Weinangebots des Hauses berät.
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— gekürt im Herbst 2003 — am 29. Dezember der Tod.

Lars Rutz, der immer noch Hoffnungen hegte und sich der Krankheit entgegenstemmte, verlor den Kampf gegen die tückische Krankheit. Eine große Lücke hinterlässt der Weinkenner par excellence in der Berliner Gastronomie. Nun findet der nur 33 Jahre alt Gewordene am
15. Januar seine letzte Ruhestätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof – fast gegenüber der „Weinbar Rutz“ in der Chausseestraße. Diese hatte Lars Rutz erst vor wenigen Jahren eröffnet. Die Weinfibel der Bar enthält 1001 Weine. Darunter sind sehr edle und rare Gewächse. Auf jeden Fall findet jeder Gast etwas für seinen Geschmack. Rutz erwies sich stets als guter Berater, dem man auch gern zuhörte und dessen Ratschlägen man sicher folgen konnte. Kein Wunder, dass die Bar viele Stammgäste hat, darunter Bundeskanzler Gerhard Schröder ebenso wie Alfred Biolek.

Silvester wurde noch in der Bar gefeiert – denn sie war ausverkauft. Nun aber sind erst einmal Betriebsferien bis 18. Januar angesagt. Dann will Lars Rutz’ Lebensgefährtin Anja Schröder die Bar im Sinne des in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) Geborenen fortführen. Unterstützung wird sie von Freunden des viel zu jung Verstorbenen erhalten von Hendrik Canis (Vau), Matthias Dathan (Brandenburger Hof) und Gunnar Tietz (First Floor/Hotel Palace).

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