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„Signal für die Region“: das neue Resort Schwielowsee mit dem 4-Sterne-Hotel Seaside Garden (l.). Foto: Rößling.

Brandenburg

Karibisches Flair am Schwielowsee

Resort-Anlage wertet die Region touristisch auf / Ostern 2007 soll das Schinkel-Schloss Petzow als 5-Sterne-Hotel eröffnen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/16 vom 23. April 2005

WERDER/PETZOW Mit über Tausend Gästen, darunter zahlreiche Prominente, wurde die Einweihung des Resort Schwielowsee am 15. April gefeiert. Gäste werden bereits seit dem 24. März empfangen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghans sprach von einer „touristischen Perle, die das touristische Profil des Landes konturiert“. Ähnlich auch Dieter Hütte, der Chef der Tourismus Land Brandenburg GmbH, der das Resort „als Signal für die Region“ versteht.

Die Anlage auf einem 7,5 Hektar großen Areal, auf dem einst ein Jugendtouristhotel stand, hat bisher rund 50 Mio. Euro gekostet. Sie wertet die Region nicht nur touristisch auf, sondern schafft auch Arbeitsplätze. 35 Unternehmen aus der Region waren an der Entstehung beteiligt. Außerdem sind zur Zeit über 100 Menschen beschäftigt und 11 gesicherte Ausbildungsplätze werden geschaffen.

Die Investitionen gehen weiter. So soll auf dem benachbarten Mierenberg noch ein buddhistisches Begegnungszentrum entstehen, wo unter anderem Kloster-Eleven aus dem Fernen Osten eine Ausbildung erhalten sollen. Vorgesehen ist auch die Einrichtung eines „Bankhofer-Zentrums für medizinische Kommunikation.“

Ostern 2007 soll dann das Schinkel-Schloss Petzow (mit Lenné-Park) als 5-Sterne-Hotel mit 60 Zimmern eröffnen. Die Arbeiten dafür verschieben sich jedoch, da das Schloss momentan Drehort für die ZDF-Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“ ist. Außerdem sollen auf dem Areal noch zwei Golfplätze (9-Loch- und 18-Loch-Anlage) entstehen. Wenn dann alles fertig ist, sollen sich die Investititionen auf insgesamt 200 Mio. Euro belaufen.

Bereits im Jahr 2003 war die Marina mit 55 Liegeplätzen entstanden, wo auch Yachten, Motor- und Ruderboote ausgeliehen werden können. Damals eröffnete auch das Hafenrestaurant Ernest, das durch eine regionale und saisonale Küche mit internationalen Highlights besticht und sich bereits einen guten Ruf erworben hat.

Hinter dem ganzen Projekt steht Axel Hilpert als Geschäftsführender Gesellschafter der Theodor Fontane Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH. Sein Partner in gleicher Eigenschaft ist Hans-Hermann Tiedje.

Hilperts Einsatz geht weit über das Normalmaß hinaus. Mehr als 100 Mal, so hatte Hilpert einer Berliner Tageszeitung erzählt, war er auf Cuba. Und natürlich hat er auch Key West kennen gelernt. Was ihm dort gefiel, spiegelt sich nun im Resort wieder. Zahlreiche Fotos zieren die Wände im Herzstück des Resorts, dem 4-Sterne-Hotel Seaside Garden. Bereits das Entrée lässt das Haus zu einem Erlebnis werden. Ist doch die Hotelhalle einem Übersee-Bahnhof aus den 20er Jahren nachempfunden. Originale (Picasso, Dali, Marc Chagall) schmücken sowohl die Halle als auch das Basement, von wo aus es zur Havanna-Bar (mit Seeblick als Hommage an Hemingway) und zum Wellness-Bereich geht. Schiffsmodelle verbreiten in Halle und Bar maritimes Flair.

Die Lüster in der Halle stammen aus Ägypten. Sie geht fließend in das Restaurant Seapoint über, wo man an der großen Fensterfront den Blick über den See genießen kann. Küchenchef Bernd Hornemann bietet hier eine innovative Küche mit regionalen Produkten, die zu einer Nouvelle Cuisine mit asiatischem Einfluss kombiniert werden. Eine Besonderheit und Novität in der Region ist das tägliche Vital-Menü nach Professor Hademar Bankhofer.

Die 124 Zimmer und 5 Suiten sind etagenweise in unterschiedlichen Stilen – maritim, karibisch, Hampton – eingerichtet. Auf dem Dach befinden sich drei Tagungsräume, die miteinander verbunden werden können und die bis zu 130 Personen Platz bieten.

Tao Life ist der Name für das ganzheitliche Regenerations-Konzept für Körper und Geist, das im Seaside Garden auf 850 Quadratmetern angeboten wird. Schwimmbad mit Wasserfall, Sprudeldüsen und Liquid Sound gepaart mit Saunen, Hamam, Razul und Erlerbnisduschen verbinden sich zu einem Wellfit-Potpourri. In dem nach Feng Shui eingerichteten Pavillon für Traditionelle Chinesische Medizin gibt es Reiki, Thai Chi, Qi Gong, Yoga und Akupressur. Beauty-Anwendungen und Haar-Kosmetik auf „La Biosthetique“-Basis runden das Ganze ab.

Die 13 Ferienhäuser, im neuenglischen Kolonialstil errichtet, sind mit zwei bis drei Wohneinheiten ausgestattet. In den Häusern mit zwei Appartements gibt es außerdem einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna. Die acht Pfahlhäuser, die nach Protesten von Umweltschützern vom Schilfgürtel des Sees versetzt wurden, bieten weiteren Gästen Platz.

Auch wenn mit dem Schloss Petzow erst im Jahr 2007 das gesamte Resort vollendet sein wird – eine Perle im märkischen Sand ist es schon heute.

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