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Kinderfreie Zone: Mit ihrem Dolce-Vita-Hotel wollen Astrid Stiefel und Andreas Diefenach bewusst nur Erwachsene ansprechen Foto: Hotel

Hotellerie

Keine Kinder im Ringhotel Dolce Vita

7. Mai 2010
von  

BODENMAIS. Kinder unter 12 Jahren haben im keinen Zutritt. „Wir haben nichts gegen Kinder, unser Hotel ist einfach nur nicht kindergeeignet“, erläutert Hotelchefin Astrid Stiefel. Denn das Hotel ist auf Wellness-Gäste ausgerichtet, die dort entspannen wollen.

Keine schreienden Kinder

„Unsere Gäste schätzen besonders die Ruhe“, betont Stiefel. Und die sei nun einmal nicht gewährleistet, wenn Kinder in der Wellness-Abteilung oder im Schwimmbad herumspringen, planschen, Lärm machen und ins Wasser springen. „Kinder haben in der Wellness-Abteilung nichts zu suchen“, meint Stiefel, die das Hotel zusammen mit ihrem Lebensgefährten Andreas Diefenbach betreibt.

Als kinderfeindlich sieht sich die Hotelchefin jedoch auf keinen Fall. Immerhin hat sie selbst vier Kinder groß gezogen. Die jüngste ist jetzt 13, daher sind im Hotel auch Kinder ab 12 erlaubt. „Das Mindestalter wird aber auf 14 angehoben, wenn unsere jüngste Tochter so alt wird“, sagt Stiefel.

Und selbst diese älteren Kinder bekommen bei der Anreise von der Gastgeberin ein Briefing, wie sie sich im Hotel zu verhalten haben. Spritzen und vom Beckenrand springen etwa sind im Schwimmbad nicht erlaubt. „Die Kinder müssen sich wie Erwachsene verhalten.“

Positionierung geht vor Zimmerverkauf

Und Stiefel bleibt ihrer Positionierung treu: „Wir lehnen Gäste mit Kindern ab, auch wenn wir noch viele freie Betten haben.“ Die Zielgruppe der Erwachsenen weiß es zu schätzen: Die Auslastung des Hauses liegt bei 65 Prozent.

Trotzdem würde die Inhaberin gerne noch zielgerichteter für ihr Haus werben: „Bei den meisten Hotelportalen gibt es keinen Button für ‚Kinderfrei’“, bedauert sie.

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