Hamburg
Keine Panik im Atlantic
Sparkurs an der Alster: Für die Renovierung des Atlantic Kempinski Hotels fehlt den Eigentümern das Geld
HAMBURG. Direktor Sebastian Heinemann will sich die Feierlaune nicht verderben lassen. Denn am 2. Mai wird das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg 100 Jahre alt. „Es fehlen nur noch ein paar kleine Details für unser Festprogramm“, sagt er.
Allerdings wird sein Traum, die Jubiläumsfeier in einem komplett renovierten Haus veranstalten zu können, nicht erfüllt werden. Denn die Renovierung des „weißen Schlosses“ an der Alster 72 – 79 ist ins Stocken geraten. Nach Angaben der Octavian Hotel HoldingDachgesellschaft rechtlich selbstständiger Unternehmen, die nicht an deren operativem Geschäft beteiligt ist.
weiter mit Mausklick... mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt sind die verschlechterten Rahmenbedingungen für Großfinanzierungen der Grund für die Verzögerung.
Der Direktor hatte allerdings bereits zu seinem Amtsantritt im Jahr 2001 eine grundlegende Renovierung des Luxushotels angekündigt. Davor hatte die Kempinski Gruppe, der die Immobilie bis zum Jahr 2000 selbst gehörte, jahrelang zu wenig in ihr Flaggschiff an der Alster investiert. 2007 wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses die Außenfassade für rund 2 Mio. Euro saniert. Und Ende September 2008 kündigte die Octavian Hotel Holding GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
weiter mit Mausklick... eine grundlegende Sanierung des Grandhotels für 22 Mio. Euro an. Doch die Gruppe, zu der außer dem Atlantic noch fünf weitere Hotels in Deutschland gehören, leidet nach eigenen Angaben unter den Kreditrestriktionen der Banken. Mit den vorbereitenden Arbeiten zur Erneuerung der Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen wurde jedoch begonnen. „Die Dauer der Sanierung wird sich bis 2010 verlängern“, sagte Sprecherin Barbara Radomski.
www.kempinski.atlantic.de
