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Brennpunkt Schule: Sarah Wiener und Alfred Biolek geben Nachhilfeunterricht im Fach Ernährung

© Uwe Lehmann

Berlin

Kinderspeck muss weg

Sarah Wiener stellt eigene Stiftung vor / Kinder sollen gesünder essen und kochen lernen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/25 vom 21. Juni 2008
 Uwe Lehmann

BERLIN. Der Name ist Programm: „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“, sagt Sarah Wiener und meint es auch so. Die Gastronomin und Fernsehköchin gehört zu den Gründungsmitgliedern der Sarah Wiener Stiftung, die Schulkindern gutes Essen näher bringen will. Mit von der Partie ist auch Alfred Biolek. Gemeinsam stellten beide die im November gegründete Stiftung an der Hunsrück-Grundschule in Berlin-Kreuzberg vor. Bereits seit März werden die ersten Projekte realisiert.

„In den letzten Jahren ist der Anteil übergewichtiger Kinder um 50 Prozent, der der fettleibigen sogar um 200 bis 300 Prozent gestiegen“, weiß Stiftungsgeschäftsführer Georg Eysel-Zahl. Die alarmierende Statistik: In Deutschland sind 1,9 Mio. Kinder übergewichtig. „Es gibt Kinder, die ohne Frühstück aus dem Haus gehen, Familien ohne Esstisch und Mütter, die nicht einmal Kartoffeln kochen können“, berichtet Sarah Wiener. „Wir setzen bei diesen Kindern an. Sie sollen die Chance haben, gesundes Essen kennen zu lernen“, so Alfred Biolek, der sich nicht nur ob seines Spitznamens „Bio“ auf gesunde Lebensmittel und gesunde Lebensweise achtet. „Man muss Kindern zeigen, dass es frische Produkte gibt, wie Kochen funktioniert und dass es Spaß macht“, beschreibt die Initiatorin der Stiftung die Grundlagenarbeit zur Förderung der Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen. „Ich habe noch nie erlebt, dass ein Kind sein eigenes Werk nicht isst“, erläutert sie.

In Dortmund startete das Pilotprojekt. Bis zu den Sommerferien laufen Projekte an Schulen in Berlin, im Rhein-Neckar-Raum, Hamburg und Jena. Pro Region sind drei bis vier Schulen involviert. „An so genannten Leuchtturmschulen lernen Kinder aus sozial schwachen Familien in Gruppen von etwa zwölf Schülern über einen Zeitraum von drei Monaten in zwölf Doppelstunden gesund kochen und essen“, so der GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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. Für diese Aufgabe werden Lehrer und Erzieher von der Stiftung geschult.

Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen; die Lebensmittel werden kostenfrei von Partnern vor Ort geliefert. „Es sollen auch Kräutergärten angelegt und der Kontakt zu Biobauern der Region aufgebaut werden“, so Sarah Wiener. Nach den Sommerferien wird das Projekt an Schulen in München, Nürnberg, Halle, Leipzig, Kassel und Frankfurt/Main fortgesetzt. Uwe Lehmann



www.sarah-wiener-stiftung.org


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