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Menübesprechung: Direktor Karl Wittemann (links) und Küchenchef Alois Koepf

Sachsen

Klein, aber sehr fein

Das Hotel Suitess besitzt nur 21 luxuriöse Suiten / Sternekoch Alois Koepf führt im Restaurant Maurice Regie

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/7 vom 16. Februar 2008
von

DRESDEN. Das neue Hotel Suitess am Dresdner Neumarkt hat einen attraktiven Standort. Kein Hotelgast ist dem Wahrzeichen der Stadt, der Frauenkirche, so nahe, wie die Besucher des nur 21 Suiten großen Luxushotels.

Ganz leise und ohne große Werbung empfing das Haus im Oktober vergangenen Jahres die ersten Gäste. Auch zu Weihnachten und dem Jahreswechsel konnten sie das luxuriöse Hotel mit dem individuellen Service genießen. Dann schloss das Suitess zunächst für sechs Wochen, um all das an der Ausstattung und Ambiente zu verbessern, was sich noch nicht hundertprozentig perfekt herausgestellt hatte. Jetzt aber steht ein Haus für anspruchsvolle Gäste bereit.

Standort mit Tradition

Schon zu Zeiten August des Starken stand an diesem Standort, im Kurfürstencarrée, ein Hotel. Inmitten des wiederentstehenden Dresdner Neumarktes knüpfte Investor Uwe Gabler an diese Tradition an. Als geschäftsführender Gesellschafter der V.V.K. Group hat er in Dresden bereits mehr als 160 Kulturdenkmäler vor dem Verfall bewahrt, sie sorgfältig saniert und rekonstruiert. Unbedingt wollte er an der Wiederentstehung von Dresdens „guter Stube“ mitwirken und kaufte deshalb das so genannte Quartier II an der Frauenkirche.

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Nach historischem Vorbild wurden die barocken Fassaden des Häuserensembles umgestaltet. Außer Geschäften, Restaurants, Büros und Wohnungen beherbergt es auch das Hotel Suitess. Uwe Gabler erfüllte sich damit einen Herzenswunsch. Der 47-Jährige ist viel in der Welt herumgekommen und hat in Dutzenden 5-Sterne-Hotels übernachtet. Überall sammelte er Ideen für das eigene Hotel. Dafür plante er nicht nur die Schnitte der Suiten selbst, sondern wählte für die Inneneinrichtung im Biedermeierstil auch alle Möbel, Stoffe und andere Einrichtungsgegenstände persönlich aus.

Das Haus („mein „Baby“) ist aber nicht aus einer extravaganten Laune heraus entstanden, sondern durchaus mit betriebswirtschaftlicher Gründlichkeit geplant. Die Anzahl von 21 Suiten wählte er, um die offiziellen fünf DEHOGA-Sterne bekommen zu können. Mit dem gelungenen Spagat zwischen Gemütlichkeit, dem Flair des höfischen Lebens der Barockzeit und dem internationalen Anspruch an ein modernes Hotel bringt er ein Alleinstellungsmerkmal auf den Dresdner Hotelmarkt. Jede Suite bekam den Namen einer historischen Dresdner Persönlichkeit. So kann der Gast beispielsweise „Maria Reiche“ wählen, die durch Bodenzeichnungen von Nazca weltberühmt wurde, oder sich bei „Dinglinger-Brüdern“, den Hofjuwelieren, wohl fühlen.

Ergänzt wird das exklusive Hotelangebot durch das Gourmetrestaurant Maurice. Der ehemalige Sternekoch Alois Koepf, dessen Stationen unter anderem das Parkcafé Wiesbaden oder das Opera Frankfurt waren, will es mit französischer Orientierung unbedingt an die Spitze sächsischer Kochkunst bringen.

Über einen separaten Eingang ist das Restaurant auch für Gäste zugänglich, die nicht im Hotel wohnen. Auf der Terrasse hat man dort die Frauenkirche zum Greifen nahe. Damit das Hotel professionell geführt wird, suchte sich der Investor einen erfahrenen Hotelier und fand ihn in dem Absolventen der Heidelberger Hotelfachschule Karl Wittemann. In vielen Hotels hat dieser Erfahrungen gesammelt, war im Cateringmanagement der Lufthansa tätig und konnte als Direktor des Akademiehotels der Berufsgenossenschaft Dresdner Netzwerke knüpfen. Das Suitess ist für Wittemann die bisher größte Herausforderung.

Der enorme Zuspruch während des Softopenings bestätigt, dass die Gäste das Luxushaus nicht nur wegen seiner Lage bald zu den Hotelperlen Dresdens zählen werden. Heinz Ruhnau

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