Nordrhein-Westfalen
Klimaschutz lohnt sich
Geld sparen und die Umwelt schützen: Energiesparkampagne Gastgewerbe des DEHOGA unterstützt Unternehmen
KÖLN. Die ständig steigenden Energiekosten sind für viele Gastronomen und Hoteliers ein Problem. Mit den Preisen für Heizöl stiegen in den vergangenen Jahren auch die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick... für Strom und Gas. Die RessourcenProduktionsfaktoren , die somit die Basis für einen Wettbewerbsvorteil darstellen können.
weiter mit Mausklick... werden bei steigender Nachfrage immer knapper. Damit ist ein Ende dieser Entwicklung nicht in Sicht. Deshalb besteht auch in der Hotellerie und Gastronomie Handlungsbedarf.
Mit dem Thema „Wie setze ich Energiesparmaßnahmen in meinem Betrieb sinnvoll um und welche Einsparpotenziale ergeben sich daraus?“ beschäftigte sich der Fachkongress „Energiesparen in Hotels und Restaurants“, den der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Nordrhein-Westfalen bei der Anuga in Köln veranstaltete. Mehr als hundert Besucher informierten sich, wie sie Energie in Hotels und Restaurants sparen können. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband stellte dabei auch seine Energiekampagne für das Gastgewerbe vor.
„Die Energiekosten in Hotellerie und Gastronomie liegen bei durchschnittlich 6 Prozent vom UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick...“, weiß Sven Eckardt vom Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung an der Universität Stuttgart. Der freie Energieberater, der für den DEHOGA-Landesverband Baden-Württemberg tätig ist, kennt viele gastgewerbliche Betriebe. „Die besten Betriebe liegen bei den Energiekosten zwischen 2 und 3 Prozent vom Umsatz“, betont Eckardt. Der Experte empfiehlt deshalb: „Wer über 6 Prozent liegt, sollte dringend etwas tun.“ Der DEHOGA Bundesverbandhat deshalb die „Energiekampagne Gastgewerbe“ gestartet. Die Aktion soll Hoteliers und Gastronomen helfen, ihre Energiekosten zu senken. Die Kampagne beruht auf einer freiwilligen Klimaschutzvereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium und dem DEHOGA.
Tipps und Tricks fürs Sparen
So sollen die vom Gastgewerbe verursachten Treibhausgasemissionen jährlich um 100.000 Tonnen vermindert werden. Im Gegenzug wird die Kampagne vom Ministerium fünf Jahre lang gefördert. „Die Energiekampagne Gastgewerbe soll Unternehmern Hilfestellung geben“, betont Projektleiter Rainer Mutschler. Die Kampagne besteht aus drei Säulen: den Energie-Sparblättern, einer Internetseite und dem Energie-Sparprogramm.
Das virtuelle Portal ist der Schwerpunkt der Kampagne und dient als Informations- und Interaktionsplattform. Betriebe erhalten auf der Internetseite Hilfestellungen und Anregungen rund um das Thema Energie. Hintergrundinformationen, anschauliche Berechnungen, Grafiken und Hinweisschilder stehen zum Herunterladen bereit. Eine Recherchefunktion ermöglicht das Suchen nach möglichen Förderprogrammen. Eine Datenbank für Energieberatung und kleine Berechnungsprogramme, beispielsweise für Strom- und Gastarife, ergänzt das virtuelle Angebot. Die Energie-Sparblätter beleuchten einzelne, zumeist energieintensive Bereiche des Hotel- und Gastgewerbes. Sie geben Tipps, wie man Kosten schnell und einfach sparen kann. Die Sparblätter beinhalten Checklisten für die Mitarbeiter. Fallbeispiele unterfüttern die Aussagekraft der bereitgestellten Informationen.
Die Energie-Sparblätter werden vierteljährlich aktualisiert und an Interessenten verschickt. Betriebe erhalten außerdem Material, mit dem sie ihre eigenen Mitarbeiter trainieren und schulen können. „Sie können als Vorlage für hausinterne Schulungen dienen und sollen Betriebsinhabern und Energieverantwortlichen die Arbeit erleichtern“, betont Projektleiter Mutschler.
Das Energiesparprogramm erstellt jedem Unternehmen ein persönliches Energiesparkonto mit einem individuellen Profil. Rund um die Uhr können Werte eingegeben, abgefragt und kontrolliert werden. Die Auswertungsfunktion des Programms ermittelt Energiekennzahlen, eine Entwicklung des Verbrauchs und einen Vergleich mit ähnlichen Betrieben. Ein ausführlicher Energiebericht gibt konkrete Einsparempfehlungen.
Sechs Mal im Jahr können die Teilnehmer der Kampagne eine Beraterhotline kontaktieren. Energie-Experten aus den unterschiedlichen Bereichen stehen Rede und Antwort.
Erfolg mit einfachen Mitteln
„Gut anderthalb Jahre nach dem Start haben sich bereits 3438 Betriebe angemeldet“, zieht Mutschler eine Zwischenbilanz. „In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich häufig schon eine Überprüfung der Energieeffizienz älterer Gas- und Elektrogeräte lohnt“, berichtet Mutschler über die Ergebnisse der Kampagne. „Die Umstellung zum Beispiel der Küche auf Induktionstechnik verursacht zunächst zwar Kosten, kann sich aber schnell rechnen.“ Denn nicht nur der Energieaufwand beim Kochen, sondern auch bei der Entlüftung wird reduziert. Bianca Killmann
www.energiekampagne-
gastgewerbe.de


