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Brandenburg

Knieperkohl wird aufgewertet

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/1 vom 6. Januar 2007
von

PRITZWALK. Wer einmal in die brandenburgische Region Prignitz gereist ist, der hat dort bestimmt auch den Namen Knieperkohl gehört. Dieses traditionelle Gericht, das aus drei verschiedenen Kohlsorten zur kalten Winterzeit hergestellt wird, hat sich über viele Jahrzehnte hinweg zu einer Spezialität entwickelt.

Die Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Pritzwalk und zahlreiche Gastronomen wollen nun ihre Stadt zur Hauptstadt des bekannten Kohlgerichts machen. Horst Fenske, Inhaber des Deutschen Hauses, zeichnet für den geschichtlichen Hintergrund verantwortlich. Dieser wurde in einer Broschüre über den Knieperkohl detailliert aufgezeichnet. 5000 Exemplare wurden davon gedruckt und sollen nun in einer groß angelegten Aktion bis in die Metropolen von Hamburg, Berlin und Hannover hineingetragen werden.

Der „Sure Hansen“, so wird das Essen von den Einheimischen genannt, wird bei Kniepermeilen, Knieperfesten und Aktionstagen in den Gasthäusern im Mittelpunkt stehen. Aber auch in den verschiedenen Landkreisen in der Nachbarschaft soll die Broschüre für das Essen der armen Leute, denn das war der Knieper früher, werben. So führt Sabine Jagelitz in ihrer Gaststätte Kegelhenne seit Jahren eine Kniepertour durch, die besonders von Berliner Besuchern angenommen wird.

Mit der Familie Schneider aus Kuhbier konnte ein Vermarkter mit ins Boot genommen werden. Dort wird der Kniepkohl noch nach alter traditioneller Weise hergestellt. Die Marke Knieper hat man sich dort sogar patentrechtlich schützen lassen. „Wir wollen den Knieperkohl als Markenzeichen für die Prignitz etablieren, ähnlich wie die Gurke für den Spreeewald“, heißt es aus dem Hause Schneider . rpr

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