Schleswig-Holstein
Kochbuch für einen guten Zweck
Das Seehotel Vitalia holt 66 Prominente und ihre Lieblingsrezepte an den Herd / Erlös wird Kinderhospizverein zu Gute kommen
BAD SEGEBERG. Jeder so wie er kann: Kanzlerin Angela Merkel kocht Grünkohl, Entertainer Günter Willumeit haut Heringe in die Pfanne und Kaffeekönig Albert Darboven brät Rühreier mit Schnittlauch. Insgesamt 66 Prominente haben mit Küchenchef Heiko Zimmat im Seehotel Vitalia in Bad Segeberg gekocht. Herausgekommen ist das Kochbuch „VIPs hautnah“. 10.000 Exemplare hat die erste Auflage des Kochbuchs, das zum Preis von 19,90 Euro in den Buchhandel kommt. Der Erlös soll dem ambulanten Kinderhospizverein „die Muschel“ zu Gute kommen. „Unser Ziel ist es, die letzte Lebensphase eines Kindes lebenswert zu gestalten“, sagte Marlies Borchert, Geschäftsführerin der Segeberger Kliniken Gruppe, zu der auch das 4-Sterne-Hotel gehört.
„Viele Prominente wollten ihr Lieblingsgericht kochen“, erzählte Zimmat. Andere ließen sich aber auch von der Speisekarte des Seerestaurants inspirieren. So kochte Schauspieler Johannes Heesters mit Kräutern gefüllte Kartoffelrösti und Pfifferlingen in Rahm, Landeschef Peter Harry Carstensen briet Seezunge wie auf seiner Heimatinsel Nordstrand und Musiker Lotto King Karl bereitete einen Fußballburger „de luxe“direkt vom Spielfeld zu. Alle Rezepte wurden gemeinsam mit den Prominenten gekocht. „Es ist nichts in die Hose gegangen“, fügte der Küchenchef hinzu.
Für Direktor Guido Eschholz ist es bereits das zweite Kochbuch, das in seinem Haus erstellt wurde. Alle Getränkeempfehlungen in dem Kochbuch stammen von dem Weinexperten, der bereits eigene Weine kreiert hat. „Das erste Kochbuch mit Tim Mälzer war ein Renner“, sagte Eschholz. Zahlreiche Prominente habe er bereits vorher in seiner Talkshow „Talk am See“ kennen gelernt. Zu diesem Event kommen zweimal im Jahr jeweils 500 Besucher in den Festsaal des Hotels am großen Segeberger See. Anfänglich habe er Agenturen damit beauftragt, für das Kochbuch zu werben. „Bei Agenturen blocken jedoch viele Prominente ab“, sagte Eschholz. Wenn er jedoch persönlich nachhakte, hätten die meisten Prominenten gleich zugesagt.
Nur Schriftsteller Günter Grass und Schauspieler Armin Mueller-Stahl wollten nicht mitkochen. Eschholz: „Der gute Zweck des Kochbuchs war ganz entscheidend für die Teilnahme.“
