Gastronomie
Kochen auf höchster Ebene
MÜNCHEN. Auf 181 Metern Höhe, im Restaurant des Olympiaturms, hat der Gast eine faszinierende Aussicht über die Landeshauptstadt – bei gutem Wetter sogar weit darüber hinaus. „Oft kann man die Dolomiten sehen“, schwärmt Otto Koch, der seit kurzem die Gesamtverantwortung für die Küche des Restaurants 181 übernommen hat. Für die Firma Arena One, die auch die Gastronomie im Olympiaturm betreibt, war Koch bereits seit knapp zehn Jahren als Berater tätig. Zu der Lage des Lokals passt seine Philosophie: „Gastronomie auf höchster Ebene“ will der 61-Jährige seinen Kunden bieten.
Dazu hat er das Restaurant 181 in zwei Bereiche unterteilt: „Business“ und „First“. Im Business-Teil finden 142 Gäste Platz. Sie können wählen zwischen einem kürzeren 3-Gang-Menü für 29,90 Euro und einem ausgedehnten Abendmenü à la Carte. Hochklassiger ist das First, das vom Business-Bereich durch einen Paravent abgeschirmt ist und nur acht Sitzplätze bietet. Den Gourmet erwartet ein
12-Gang-Menü in einem exklusiven Ambiente. „Das ist eine experimentelle Küche, die überraschen möchte“, erläutert Koch. So bereitet er den Gästen etwa eine Weißwurst aus Meeresfrüchten oder eine Torte aus Champignons und Egerlingen zu. Für die acht Sitzplätze stehen im First eine eigene Küche sowie eine eigene Bedienung zur Verfügung. Geschirr und Dekoration sind ausgewählte Designerartikel. „Die Enden der Griffe des Bestecks erinnern an die Form des Fernsehturms“, verdeutlicht der Gourmetkoch.
Die 181 Meter hohe Plattform des Turms, auf der sich das Restaurant befindet, bietet noch ein weiteres Erlebnis: Sie dreht sich beständig um die eigene Achse, so dass der Gast eine wechselnde Aussicht in alle Richtungen hat. 52 Minuten braucht das Restaurant für eine Runde.
Für Qualität und Service im Business-Bereich hat Koch 14 Gault-Millau-Punkte erhalten, für den First-Bereich 17. „Das sehen wir als Motivation, so weiter zu machen“, kündigt der Küchenprofi an. Dafür hat er sich wieder in seiner Heimatstadt München niedergelassen, nachdem er mehrere Jahre im österreichischen Zürs ein Robinson-Restaurant geleitet hatte. Kreative Konzepte für Robinson möchte er jedoch weiterhin entwickeln – von Gerichten über die Preise bis hin zur Dekoration.
Auch für das ARD-Buffet steht Koch weiterhin vor der Kamera. „Da kochen wir live, das bedeutet, dass man keine Fehler machen darf“, erzählt der Experte. „Für die Praxis im Restaurant ist das Live-Kochen daher eine Übung, um in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren.“
