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Thüringen

Konflikt vorprogrammiert

Die Stadt Suhl will 2007 eine Tourismusabgabe einführen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006
von

SUHL. Die Ankündigung einer Sport- und Tourismusabgabe durch die Stadtverwaltung hat die Suhler Hoteliers in helle Aufregung versetzt. Auch der DEHOGA
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Thüringen hat in einem Brief an den Suhler Oberbürgermeister eine mögliche Abgabe kritisiert. Eine Antwort auf das Schreiben sei bisher nicht eingetroffen, teilte Verbandsgeschäftsführer Dirk Ellinger mit.

Eine Anfrage der AHGZ hat der OB an seinen Mitarbeiter Holger Uske weitergeleitet. Dieser sagte: „Es liegt in der Natur der Sache, dass unterschiedliche Partner zu einem avisierten Projekt unterschiedliche Auffassungen vertreten.“ Bei der Tourismusabgabe befinde man sich in der Phase der Entscheidungsfindung, so Uske. Selbstverständlich würden dabei die Argumente der Suhler Hoteliers ernst genommen. Derzeit liegt den zuständigen kommunalen Ausschüssen ein Satzungsentwurf über eine Tourismusabgabe zur Beratung vor. Nach der dortigen abschließenden Meinungsbildung gelange die entsprechende Vorlage dann zur Abstimmung in den Stadtrat, erläuterte der städtische Angestellte.

Hans-Joachim Klaus, Direktor des Mercure-Hotels Kongress Suhl und Vorsitzender der Fachgruppe Hotellerie im DEHOGA Thüringen, wundert sich über die Zurückhaltung des Oberbürgermeisters (siehe nebenstehendes Interview). Der Hotelier rechnet mit einem Start zum 1. Juli 2007. Fraglich sei nur, ob die Stadtväter die Folgen hinreichend kalkulierten – insbesondere die Einnahmenverluste durch abwandernde Hotelgäste und den Abbau von Arbeitsplätzen in den betroffenen Hotels. Nicht zu vergessen die Entschlossenheit der Branchenvertreter, sich rechtlich zur Wehr zu setzen. eta


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