Mecklenburg-Vorpommern
Künftige Köche und Kellner im Wettstreit
In Wismar wurde der sechste ZAW-Wettbewerb ausgetragen / Außerbetriebliche Ausbildung ist mehr als eine Notlösung
WISMAR Nahezu parallel zu den regionalen Jugendmeisterschaften startete der Zentralverband Aus- und Weiterbildung e. V. (ZAW) seinen 6. Berufsfachwettbewerbes für das Hotel- und Gastgewerbe. 32 junge Leute aus 8 Bildungseinrichtungen wetteiferten am 23. März im Institut für berufliche Qualifikation (IFBQ) in Wismar in den Berufsgruppen Koch und Fachkräfte im Gastgewerbe um den Sieg. Im Gegensatz zu den Jugendmeisterschaften ist dieser ein Mannschaftswettbewerb. Bewertet wurde nicht der einzelne Wettbewerbsteilnehmer sondern das Service-Team von jeweils zwei Fachkräften im Gastgewerbe und die Leistung von zwei Köchen der jeweiligen Ausbildungsstätten. Zum Auftakt galt es für Service und Köche, in der Warenerkennung solides Grundwissen zu beweisen. Mit dem Eindecken der Tische für ein 3-Gänge-Menü für vier Personen einschließlich einer thematischen Tischdekoration folgte der Einstieg in den praktischen Teil. Der hieß für die Köche aus dem vorgegebenen Warenkorb ein 3-Gänge-Menü für sechs Personen nach selbst gewählten Thema zu kreieren.
Mit Wissen in der Theorie, ideenreicher Tischgestaltung sowie einem fachlich korrektem und freundlichem Service glänzten Benjamin Noack und Nina Graudenz. Sie eroberten den 1. Platz ihrer Berufsgruppe für das IB Ausbildungs- und Übungshotel Kühlungsborn. Mit gebratenem Pangasiusfilet mit Meerrettichcreme mit Salatbukett, Roulade aus der Putenbrust, Gemüse in Kräutercrêpes und Speckkartoffeln sowie Mandel-Schoko-Pudding an verschiedene Saucen mit Brombeeren und Karamell punkteten Jacklyn Schultz und Sebastian Krüger bei den Juroren und Gästen. Sie erkämpften als Starter für das ÜAZ Waren den Köche-Siegerpokal.
Die beste Mannschaftsleistung zeigte das IFBQ-Team der Gastgeber mit dem jeweils 2. Platz für Fritzi Gburek und Andreas Fritz im Service und Nicole Tetmeyer und Daniel Boddin in der Küche. Die 3. Plätze teilten sich im Service Anette Naundorf und Nicole Murr für die HWBR in Rostock und als Köcheteam Philipp Schrade und Arne Schurke vom Haus der Wirtschaft in Stralsund.
Jochen Böttcher von der ZWA-Geschäftsstelle unterstrich die große Bedeutung der seit 1994 bewährten Zusammenarbeit von inzwischen 37 Mitgliedsbetrieben im Verband. Sie geben bei seit Jahren angespannter Lehrstellensituation jenen jungen Leuten eine Chance, die zumeist durch schwächere schulische Leistungen, Probleme im Elternhaus oder dem Abbruch einer begonnenen Lehre durch das Sieb der Direktausbildung gefallen sind. Bei vielen Gelegenheiten ob zur Grünen Woche in Berlin, zur Gastro in Rostock oder Wettbewerben die diesem beweisen Auszubildende, dass sie diese Chance nutzen.
