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Thüringen

Land soll sich um Touristen kümmern

DEHOGA-Präsidentin Gudrun Münnich übt Kritik an der Thüringen-Vermarktung

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
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ERFURT. Vor einer statistischen Fehleinschätzung der Tourismusentwicklung in Thüringen hat Gudrun Münnich gewarnt. Die Präsidentin des DEHOGA
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-Landesverbands gegenüber der AHGZ: „Es wird häufig übersehen, dass die Zunahme der Übernachtungen zu einem großen Teil dem Geschäftsreiseverkehr nach Thüringen zu verdanken ist.“

Solche Reisen kämen aber in häufigen Fällen nicht dank der Thüringer Tourismusförderung zustande, sondern wegen den Industrieansiedlungen. Ziel müsse es jedoch sein, mehr „richtige" Touristen ins Land zu locken und diese zu längerem Aufenthalt zu animieren, sagte Münnich. Dies sei möglich, indem man das Bundesland besser vermarkte, und zwar als Ganzes. „Nicht nur einzelne Regionen oder Destinationen wie zurzeit noch“, so die DEHOGA-Präsidentin. Anbieter touristischer Leistungen auf dem flachen Land würden noch zu sehr allein gelassen, kritisierte Münnich.

„Wir verspielen unsere Zukunftschancen, wenn wir uns nicht intensiv damit auseinandersetzen, dass die Zahl der Auslandsreisen zunimmt.“ Diese Reisen sind häufig günstiger als Inlandsreisen und leicht zu buchen. Insofern dürfe sich auch niemand daran berauschen, dass vielleicht bis zum Jahr 2010 rund 10 Mio.Übernachtungen in Thüringen zusammenkommen. „Was wird nach 2010?" laute die entscheidende Frage, der sich alle stellen sollten, gab Münnich zu bedenken. eta


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