Drei Fragen an
Maik Zander
1. Vom Ingenieur an der Fachhochschule Senftenberg zum Hotelbesitzer ist es ein ungewöhnlicher Weg. Warum sind Sie ihn gegangen? Ich bin ein Genussmensch und sah die Chancen, die sich mit dem Lausitzer Seenland für unsere Region auftun. 1997 ergab sich die Möglichkeit, das Anwesen zu erwerben und ich kann mir meinen Traum verwirklichen. Außerdem ist dieser Betrieb die beste Möglichkeit, mit der Familie ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen. 2. Fällt es schwer, eine aufstrebende Region auf dem Tourismusmarkt zu etablieren. Was ist das Erfolgsrezept? Man muss außergewöhnliche Angebote machen und sich von Mitbewerbern abheben. Individualität ist bei den Gästen immer mehr gefragt. Wir vermarkten unser Haus als ‚Ein Ort zum Träumen’ und bieten für jede Jahreszeit spezielle Packages an. Allein für den Winter haben wir ein Dutzend verschiedener Verwöhn-Angebote. Außerdem muss man möglichst breit im Internet präsent sein. 3. Sind Investitionen in einem zum Teil übersättigten Hotelmarkt nicht sehr riskant? Es kommt immer darauf an, wo man investiert. Und wenn es an einem Ort schon genügend Hotelbetten gibt, können sie woanders fehlen. Wenn man viele Baumaßnahmen selbst ausführen kann, minimiert sich das Risiko. Und vor allem muss man die gesamte Familie hinter sich wissen, auch die verwandtschaftlich etwas entferntere Familie.
