Konzepte: Cafe-Restaurant Margarete
Margarete geht an den Start
Cafe-Restaurant öffnet in Frankfurt am Main / Neue deutsche Küche trifft Loft-Stil und natürliches Ambiente
FRANKFURT. Das Cafe-Restaurant Margarete an der Braubachstraße, im neuen Haus des Buchhandels und der Bücher, hat eröffnet. Die Betreiber Raffaela Schöbel und Simon Horn – beide Ende zwanzig – sind ein eingespieltes Team. Gemeinsam bewirtschafteten sie bereits das Bistro 96 Commissary.
Die Eröffnung des Margarete wurde lange erwartet. Sein gastronomisches Konzept ist in mehrere Bereiche unterteilt. Zur Straße hin sind CaféBewirtungsbetrieb mit Verkauf von Speisen, insbesondere von Konditoreierzeugnissen und sonstigen kalten Speisen, sowie damit verbundenem Verkauf von Aufgussgetränken - im Allgemeinen zum Verzehr an Ort und Stelle.
weiter mit Mausklick..., Bar und Lounge mit insgesamt 70 Plätzen ab 7.30 Uhr geöffnet. Serviert werden Getränke, Kuchen, Frühstück, belegte Brote aus der Theke und Snacks. Dahinter liegt das Restaurant mit 80 Innen- und 80 Terrassenplätzen zum Innenhof, das mittags und abends geöffnet ist. Dem Restaurant angegliedert ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum namens „Fenster zur Stadt“. Dort werden Literatur- und Verlagsgeschichte vermittelt.
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Das Küchenangebot geht in Richtung neue deutsche Küche und variiert von „einfacheren Einzelgerichten bis hin zu exklusiven Mehrgangmenüs“, so Schöbel und Horn. Abends wird beispielsweise ein 5-Gänge-Menü für 64 Euro serviert, das von Gänsestopfleber über Steinbutt, Dorade im Kichererbsensud bis zum Dessert Trockenfrüchte mit Rauch, Milch und gesalzener Pekanuss Ambition beweist. Die Gerichte sind à la carte zu Preisen zwischen 18 Euro für ein Dessert und 36 Euro für einen Hauptgang erhältlich.
Biokräuter statt Softdrinks
Die Weinauswahl ist noch im Aufbau, man geht – wie auch bei der begrenzten Speisenauswahl – vorsichtig-verhalten auf den Markt. Statt der üblichen Softdrinks lockt Biokräuteraufguss der jungen Frankfurter Manufaktur Lemoncrazy aus Nanaminze, Zitronengras, Limettenblättern, Zitronenthymian und Zitronenmelisse. Schöbel und Horn gründeten 2011 die Betriebsgesellschaft Schöbel & Horn mbH. Das Bistro Commissary, das sie zur Sonderausstellung zum 20. Jubiläum des Museums für Moderne Kunst bewirtschafteten, war ihr erstes gemeinsames Projekt. Horn ist gebürtiger Frankfurter und eröffnete nach seiner Koch-Ausbildung im Queens Hotel an der Isenburger Schneise (heute Holiday Inn) 2002 die Nordbar, seit 2005 betreibt er das Restaurant Blumen mit dem Cateringservice Blumen unterwegs, sowie seit 2009 das Seven Swans, eine Mischung aus Club, Bar und Restaurant mit zwei Apartments. Raffaela Schöbel, ebenfalls gebürtige Frankfurterin, ist Kulturanthropologin und entdeckte parallel ihre Liebe zur Gastronomie. Seit 2009 leitet Schöbel das operative Geschäft der Cateringsparte Blumen.
Doppelspitze in der Küche
Die Küche leiten zwei gleichberechtigte Küchenchefs: Der 26-jährige Ronny Bolz wurde 2010 in der Villa Rothschild in Königstein als Patissier des Jahres ausgezeichnet. Zuletzt war er Souschef im Bean&Beluga in Dresden. Luka Spanjol-Simunelic arbeitete zuvor in den Frankfurter Restaurants Cyrano, Tigerpalast und Villa Merton.
Das Ambiente zeichnet sich aus durch Natürlichkeit mit viel Holz und blanke Tische. Loft-Schick bringen freie Deckenrohre, nackte Wände, Holzstühle und große Fensterfronten, die mit gekonntem Lichtdesign in Szene gesetzt werden. Eine Lounge-Ecke und Stehtische runden die Einrichtung ab. Benannt ist das Lokal nach der Innenarchitektin Margarete Schütte-Lihotzky, die als Erfinderin der Frankfurter Küche gilt, der Vorläuferin der heutigen Einbauküche aus den Zwanziger Jahren. Barbara Goerlich

