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Viel Glück: Hans-Ulrich Trosien (rechts) stößt mit Thomas Niendorf auf eine erfolgreiche Zukunft des Altstadtbrauhauses an Foto: Stephan Rudolph-Kramer

Mecklenburg-Vorpommern Neues Leben im Altstadtbrauhaus

Gastronom Thomas Niendorf übernimmt das Traditionslokal Zum Stadtkrug in Schwerin / Täglich rund 400 Essen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 28. Januar 2012
von  

. Darauf haben die Gäste gewartet: Das traditionelle Brau- und Wirtshaus Zum Stadtkrug ist wieder eröffnet worden. Zuvor überreichte der bisherige Inhaber, Hans-Ulrich Trosien, symbolisch den Schlüssel an seinen Nachfolger, Thomas Niendorf. Trosien hatte fast elf Jahre das 1936 als 1. Altstadtbrauhaus eröffnete Lokal geführt. Seine Ämter als DEHOGA-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Regionalverbandes Schwerin hatte er kürzlich niedergelegt, um sich neuen Aufgaben zu widmen: der 62-Jährige geht für zunächst zwei Jahre nach Georgien. Dort wird er in der Republik Adscharien die Regierung in Tourismusfragen beraten. „Ich wünsche mir für den Stadtkrug immer zufriedene Gäste und dass das Haus in seiner Tradition noch lange bestehen bleibt“, erklärte der gestandene Gastronom gegenüber der AHGZ.

Seine Pläne für das neue Altstadtbrauhaus setzt der Gastronomie-Profi Thomas Niendorf bereits um. Investiert wurde unter anderem in Küchentechnik, den Gastraum und die Sanitäranlagen.

Im zentralen Bereich des Schankraumes entsteht demnächst, wohl einzigartig für ein Brauhaus, eine Reifekammer für frisches Fleisch. Nach traditioneller Handwerkskunst wird das Fleisch für die Steaks am Knochen in der gläsernen dry-aged Box direkt im Restaurant für mindestens 30 Tage bei konstanter Luftfeuchtigkeit und Temperatur auf den Punkt gereift. „Brauhausqualität heißt für uns höchster Standard“, sagte Küchenleiter Christian Messe, der für die gastronomische Umsetzung verantwortlich ist. „Wir bieten eine Brauhausküche mit bester Qualität, traditionell und innovativ. Was das Ambiente verspricht, wird von den Kochkünsten und am Zapfhahn gehalten.“

Auf der Speisekarte finden sich vor allem deftige regionale Spezialitäten für, die durch saisonale Gerichte und variantenreiche Spezialitäten abgerundet werden. Um den täglichen Betrieb aufrecht zu erhalten wurden 15 Arbeitsplätze geschaffen, alle in Festanstellung. „Eine große Bühne wie das Altstadtbrauhaus braucht auch großartige Akteure: freundlich, verlässlich, engagiert und vor allem servicebereit. Unser Auftrag ist es, für die Wünsche der Gäste da zu sein. Wir möchten mit ihnen Freundschaft schließen: Gastfreundschaft“, erklärte Anke Niendorf, im Stadtkrug verantwortlich für Mitarbeiterführung und Qualitätsmanagement. 400 Essen werden täglich kalkuliert, 1200 Liter frisches Schweriner Altstadtbräu befinden sich in den Kühlhäusern.

Auch ein umfassendes Wein- und Sektangebot, früher in Wirtshäusern selbstverständlich, steht zur Verfügung. Auf der einen Seite werden alte Brauhaus-Attribute lebendig, andererseits wird innovative Schank- und Kühltechnik eingesetzt. „Ein schöneres Brauhaus im historischen Ambiente wird man derzeit kaum finden“, meinte Gastronom Thomas Niendorf, der mit seinem Team den Stadtkrug zu neuem Leben erwecken will. „Wir wollen ein neues Wahrzeichen schaffen, das sich auf alte Werte der Schweriner Gastronomie besinnt“, so der 52-Jährige. Stephan Rudolph-Kramer




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