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Mandy Grabengießer 
leitet das einzige mexikanische Restaurant in Gera
Foto: Alexander Schmolke

Die Gastronomin

Mexiko tischt in Gera auf

Mandy Grabengießer

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 28. Januar 2012
von  

Sollte Mandy Grabengießer demnächst mal einen Urlaub nach Wahl gewinnen, bräuchte sie nicht lange zu überlegen, wohin die Reise geht: „Nach Mexiko“, sagt sie sofort. Denn mit dem mittelamerikanischen Land verbindet Mandy Grabengießer eine besondere Beziehung, seit sie am 1. Juli 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Damals übernahm die 32-Jährige das einzige mexikanische Restaurant in – mit dem naheliegenden Namen „Mexico“.

„Mexikanisch geht man vielleicht nicht so häufig essen wie italienisch oder griechisch, aber wer es möchte, der kommt zu uns“, sagt Grabengießer. Das ist auch der Grund, warum sie sich in der Nische wohl fühlt. Wegen der Alleinstellung nimmt auf den 80 Innen- und 40 Außenplätzen ein buntes Publikum Platz: „Mexikanisch mögen Jugendliche ebenso wie Rentner, Manager ebenso wie Busfahrer“, sagt die Chefin, die den Betrieb mit ihrem Lebensgefährten Oliver Riegert führt.

Beliebt sind vor allem die Tex-Mex-Klassiker: Enchilada, Fajitas und Tacos, dazu Salitos, Corona und Tequila. Doch das Mexico bietet auch das „Rumpsteak Diego“ oder das gebratene Schwertfischsteak „Marlin Acapulco“ auf mexikanischem Gemüse. Aus der Reihe tanzt nur das „Brätel vom Grill“. „Wir haben bei Familienfeiern die Erfahrung gemacht, dass sich die ältere Generation schwer tut mit dem Rest der Karte – für diese bieten wir das Brätel an“, erläutert Grabengießer. Das ist aber die einzige Ausnahme von dem ansonsten strikt durchgezogenen Mexiko-Konzept.

Außer der Küche loben die Gäste vor allem den Service, was die gelernte Restaurantfachfrau besonders freut. „Schließlich ist es unser Anspruch, nicht nur Teller zum Tisch zu bringen, sondern unsere Gäste zu beraten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, so Mandy Grabengießer. Das wird honoriert: Das Mexico bekommt nicht nur gute Kritiken, sondern ist auch gut besucht. „Im Vergleich zum ersten Tag ist es viel einfacher geworden, die Leute anzulocken“, erzählt die Geschäftsfrau.

Daher kann sie es auch verschmerzen, dass neben der Arbeit und ihren Aufgaben als Mutter eines Kindes keine Zeit für Hobbys bleibt. „Gerade als Chefin ist man ja immer im Einsatz“, sagt sie. Beschweren möchte sich die 32-Jährige darüber aber nicht. „Ich könnte mir nicht vorstellen, von 8 bis 17 Uhr im Büro zu sitzen. Die Gastronomie ist mein Leben“, betont sie.

Zwei, drei Wochen wird sie eines Tages trotzdem aufs „Gera-Mexico“ verzichten, denn ob mit oder ohne Gewinnspiel – irgendwann möchte Mandy Grabengießer auf jeden Fall ins Mittelamerika-Mexiko!

Alexander Schmolke




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