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Bioprodukte & Bioküche

Michael Wille über seine Mitgliedschaft bei Slowfood und Foodwatch
Foto: Alexander Schmolke

Drei Fragen an

Michael Wille

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/46 vom 12. November 2011

1. Warum engagieren Sie sich für Foodwatch?

Weil das Verarschen der Leute aufhören muss. Nehmen Sie als ein Beispiel den Apfel Pink Lady, der übrigens furchtbar schmeckt. Da hat es wieder irgendein KonzernZusammenschluss mehrerer rechtlich selbstständiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit unter einer einheitlichen Leitung die verbundenen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet .
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geschafft, aus einem der besten Lebensmittel überhaupt, nämlich dem Apfel, ein Industrieprodukt zu machen, das den amerikanischen und australischen Banausengeschmack befriedigt und nun auch unseren Markt überschwemmen soll.

2. Das macht Sie offenbar sauer?

Natürlich. Besinnen wir uns doch auf die alten Apfelsorten wie Gravensteiner, roter Boskop, Goldparmäne, Gloster, Ingrid Marie. Die sind schmackhaft und vielseitig verwendbar. Mal abgesehen davon, dass ein Name wie Ingrid Marie sich wesentlich besser anhört als so etwas Ordinäres wie Pink Lady.

3. Auch bei Slowfood sind Sie aktives Mitglied.

Ja, denn wir müssen aufpassen, dass das gemeinsame Kochen und Essen nicht ausstirbt. Viele Eltern wissen gar nicht mehr, wie man eine vernünftige Mahlzeit zubereitet. Da bekommt jedes Familienmitglied eine Dose, ein Päckchen, eine Tiefkühl-Pizza, die er sich alleine vor dem PC oder Fernseher reinzieht. Das ist fressen und nicht essen! Mit Slowfood, also dem genussvollen und bewussten Umgang mit Lebensmitteln, könnten viele Menschen ihre Lebensqualität erheblich verbessern – ganz zu schweigen von ihrer Gesundheit!

Alexander Schmolke




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