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Schleswig-Holstein

Mit Design die Zukunft gestalten

Kampagne gegen den Investitionsstau im hohen Norden: 16 Hotels beteiligen sich am Tag der offenen Tür des Designkontors

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/15 vom 12. April 2008
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GRÖMITZ. Dunkle Holzmöbel, weiße Gardinen, die Fenster lassen sich mit einem aufwendigen Mechanismus nach oben aufschieben – im Hotel Seemöwe in Grömitz ist das Design genau geplant. Eigentümer Oliver Sinner hat das Anfang des 20. Jahrhunderts gebaute Haus nach historischen Aufnahmen wieder in ein Schmuckstück der Bäderarchitektur verwandelt. Ursprünglich wollte der ehemalige Miteigentümer der Multimediafirma Sinner-Schrader in seinem Heimatort an der Ostsee ein WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Hotel mit 50 Zimmern errichten. „Mir wurden jedoch in der Gemeinde Steine in den Weg gelegt“, erzählt Sinner.

Schließlich entschied er sich, das kleine Hotel mit insgesamt elf Zimmern, davon fünf Suiten zu übernehmen und komplett zu renovieren. Insgesamt hat Sinner 1,3 Mio. Euro investiert Alle Apartments wurden mit Küchen ausgestattet. Im Garten steht außer einer Sauna ein Spielehaus für Kinder zur Verfügung: „Der Gast will in einem Mikrokosmos Urlaub machen.“ Der Eigentümer unterhält in dem Hotel auch sein Büro, so dass das Hotel Garni mit drei Mitarbeitern ganzjährig geöffnet ist. Nach Angaben von Sinner ist das kleine 4-Sterne-Hotel von Mai bis Oktober komplett ausgebucht. Im Sommer verweilen die Gäste durchschnittlich eine Woche im Haus; im Winterhalbjahr 1 bis zu 3 Tagen. „Von Januar bis März können wir etwas Luft holen“, fügt Sinner hinzu.

Das Hotel Seemöwe ist eines der Häuser im Land zwischen den Meeren, das am Tag der offenen Tür des Designkontors Schleswig-Holstein teilgenommen hat. Insgesamt öffneten16 Hotels in Schleswig-Holstein ihre Pforten für interessierte Besucher.

Das Designkontor ist eines von neun Leitprojekten im Rahmen der Neuorientierung des Tourismus in Schleswig-Holstein. Ursache ist der Investitionsstau in vielen gastgewerblichen Betrieben im nördlichsten Bundesland. Nach einer Untersuchung der IHK in Schleswig-Holstein wurden19 Prozent der Hotels und Gasthöfe schon 10 Jahre und länger nicht mehr renoviert. In Zukunft sollen die Urlauber in Schleswig-Holstein in „Wohlfühloasen“ wohnen.

„Lust auf Design“ heißt eine Broschüre des Designkontors. In der erhalten Gastronomen und Hoteliers Tipps für eine landestypische Inneneinrichtung. Es geht es nicht nur um frische Farbe an den Wänden und den Austausch von Möbeln und Vorhängen. Das neue Ambiente soll möglichst auch die anvisierten Zielgruppen Best Ager, anspruchsvolle Genießer und Familien mit Kindern ansprechen. Internet-Millionär Sinner ist sich sicher, sein Geld in dem kleinen Hotel gut angelegt zu haben: „Die Ostsee wird eine Renaissance erleben.“hh

www.designkontor.sh-business.de


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