Bayern
München erste Wahl bei Investoren
Neue Studie: Die Stadt gilt als attraktivster Standort für Hotelimmobilien / Gute Bedingungen für Business- und Freizeitsegment
MÜNCHEN München wird von Investoren als attraktivster Standort für Hotelinvestitionen in Deutschland angesehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Dr.-Lübke-Trendanalyse Immobilieninvestments 2006. Die Immobiliendienstleiter befragten rund 70 Investoren aus dem In- und Ausland.
Die Hälfte der Befragten stuften München als interessanten Standort für Hotelinvestments ein, jeder achte sogar als sehr interessant. Die bayerische Landeshauptstadt lag mit einem deutlichen Abstand vor Hamburg und Frankfurt, die lediglich von einem Drittel der Befragten als interessant erachtet wurden.
Dies korreliere, so die Untersuchung, mit der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Münchener Hotelmarkts. Die Rahmenbedingungen seien danach sowohl für den Business- als auch für den Freizeittourismus positiv. München gehört zu den Städten mit den besten Wachstumsprognosen in Deutschland. Im Städte-Ranking, das die
Positive Impulse für 2006 verspricht unter anderem die Fußball-WM. Mit bis zu 560.000 Übernachtungen im Rahmen der WM rechnet das Münchner Tourismusamt. Diese seien jedoch nicht ausschließlich als zusätzliche Übernachtungen zu werten, sondern teilweise als eine Verschiebung der touristischen Nachfrage.
Das Jahr 2005 hat den Münchner Hotels Rekordergebnisse bei Gästezahlen und Übernachtungen beschert. Gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der Übernachtungen in allen Betriebsarten laut Statistischem Landesamt um 8,7 Prozent auf 8,35 Mio. gestiegen. Anders als in der gesamtdeutschen Entwicklung nahm besonders die Besucherzahl aus dem Inland zu.
Auch bei den ausländischen Gästen erzielte die Münchener Hotellerie hohe Steigerungsraten. Gegenüber 2004 legten die Ankünfte um 9,4 Prozent und die Übernachtungen um 8,0 Prozent zu. Hinsichtlich der internationalen Bedeutung stand München unter den deutschen Top-10-Städten an zweiter Stelle hinter Frankfurt. Nach Beobachtungen der Münchener Hotellerie sind die ausländischen Gäste häufiger bereit, hohe Zimmerpreise zu zahlen, als Besucher aus dem Inland.
Als eine der besonderen Stärken des Münchener Hotelmarkts stellt die Studie die ausgewogene Mischung von beruflich und privat motivierten Besuchern fest. Geschäftsreisende, Messe und Kongressbesucher haben zusammen einen Anteil von 52 Prozent an allen Übernachtungen, Freizeitreisende die übrigen 48 Prozent. München hat so ein relativ stabiles Auslastungspotenzial während sieben Tagen in der Woche – im Gegensatz zu Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf, wo die Businessreisenden dominieren.