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Sachsen-Anhalt

Nachfolge immer geregelt

„Deutsches Haus“ ist seit 70 Jahren in Besitz der Familie Heiland / Gäste kommen von weither

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/49 vom 9. Dezember 2006
von

DOLLE. Der Standort ist ein Glücksfall für das „Deutsche Haus“. Landgasthof und Hotel liegen mitten im Heidedörfchen Dolle – unweit der Bundesstraße 189. „Autoreisende sorgen für einen großen Teil unseres Umsatzes“, sagt Wirtin Corina Herrmann. Und mancher, der dort heute mit seinen Kindern rastet, war vor vielen Jahren selbst schon als Kind mit seinen Eltern zu Gast. „Es schmeckt wie früher“ lobten kürzlich Gäste, als sie den GasthofBeherbergungsbetrieb, der einem Schank- oder Speisebetrieb angeschlossen ist.
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verließen.

Corina Herrmann hat vor vier Jahren das Haus von ihrem Vater übernommen. Gert Heiland hatte sie langfristig darauf vorbereitet. „Es ist doch klar, dass man sich wünscht, so einen Betrieb in der Familie zu behalten“, erklärt der 66-jährige Vater von zwei Töchtern. Jüngst feierten die Heilands ein im Osten eher seltenes Jubiläum. Da befand sich der Gasthof seit 70 Jahren in Familienbesitz. Albert Heiland, der Urgroßvater der heutigen Inhaberin, hatte ihn 1936 gegründet, damals noch unter dem Namen „Zum deutschen Kaiser“.

Der Name änderte sich und zeitweilig auch die Betriebsform, doch immer blieb ein Heiland verantwortlich für die Geschicke des Hauses am Rande der Colbitz-Letzlinger Heide. Diese weite, seit dem Kaiserreich militärisch genutzte und daher unbesiedelte Landschaft, hilft, den Tisch im „Deutschen Haus“ zu decken. Frisches Wildbret und Pilze bestimmen den Speisezettel, dazu Lamm aus eigener Zucht und anderes Hausgeschlachtetes.

Die gut bürgerliche Küche lockt Gäste von weither an – auch wenn heute nicht mehr, wie etwa vor 30 Jahren, täglich 250 Frühstücksportionen und 350 Mittagessen verkauft werden. Die Familie versucht dies mit guten Einfällen aufzuwiegen. Zum Beispiel können Wochenendgäste mit russischen 650-PS-Militärkrädern durch die Heide donnern – ein Heide(n)spaß. Zum Unternehmen gehören ein 3-Sterne-Superior-Hotel (48 Betten), Restaurant (30 Plätze), GaststätteBezeichnung für Räumlichkeiten, in denen Gäste Getränke und Speisen serviert bekommen.
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(25 Plätze), Saal (120 Plätze) und Biergarten (30 Plätze).

Da neben Corina Hermanns Ehemann Jens auch Vater Gert (seit vielen Jahren auch Schatzmeister des DEHOGA
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-Landesverbandes) und Mutter Marlies nach dem Rechten sehen, geht es im „Deutschen Haus“ ausgesprochen familiär zu. „Ein Vorteil für uns“, meint Corina Herrmann. „Unsere Gäste sollen mit einem Lächeln zu uns kommen und mit einem Lächeln wieder nach Hause fahren.“

Dieses Motto gilt auch für die fünf Mitarbeiter und die vier Auszubildenden. Und mit einem kleinen Augenzwinkern sagt sie dies auch in Richtung der 12-jährigen Céline, der Tochter ihrer Schwester. Die Nichte soll später einmal das „Deutsche Haus“ übernehmen – in der dann fünften Generation der Familie.

Manfred Zander


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