Sachsen
Neue Hoffnung für Dresdner Ratskeller
Die Stadt will das Restaurant Ende des Jahres wieder eröffnen / Verhandlungen laufen
DRESDEN Der Dresdner Ratskeller ist ein Schmuckstück. Seit der Flut von 2002 ist er jedoch geschlossen. Das Wasser hatte zwar Gasträume und Küche verwüstet, aber über eine Finanzspritze von fast 1 Mio. Euro Flutmittel ist längst alles wieder hergestellt. Dennoch ist der einzige Gast nach wie vor der Hausmeister.
Mehrfach hatte die Stadt als Besitzerin der Immobilie versucht, einen Betreiber zu finden. Eine Ausschreibung brachte keine Resonanz, und auch auf Immobilienmessen meldete sich kein ernsthafter Interessent. Immerhin wird der Investitionsrahmen mit Küchentechnik und Ausstattung auf 0,5 Mio. Euro geschätzt.
Dem vor einem Jahr in den Ruhestand versetzten ehemaligen Ortsamtsleiter Altstadt, Dietrich Ewers, gefällt der Dornröschenschlaf des Ratskellers nicht. Er machte sich selbst auf die Suche und hat jetzt offensichtlich einen Interessenten gefunden. Ewers hofft auf mehr Flexibilität der Stadtverwaltung, die Verhandlungen aufgenommen hat. „Es nützt niemandem, wenn der Ratskeller nach einem halben Jahr wieder schließen muss, weil die Auslastung nicht reicht“, hieß es. Ziel sei es jedoch, das Restaurant am Jahresende wieder zu eröffnen, mit dem jetzigen Verhandlungspartner oder einem anderen.