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Bremen

Neue Location an historischem Ort

Das „Bananaport“ in Bremerhaven tritt den kulinarischen Beweis an, dass Bananen nicht immer süß sein müssen, um zu schmecken

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006
 Thomas Klaus

BREMERHAVEN. Gelb, krumm und eine wahre Vitamin-Bombe: Bananen sind in aller Munde. Zu einem Restaurant, in dem alles um sie kreist, hat es die Banane bislang nicht gebracht. Bis jetzt Liz Abogado in Bremerhaven das Bistro und Restaurant Bananaport eröffnet hat.

„Nach meinen Informationen handelt es sich um das erste Bananen-Lokal der Welt“, sagt die 20-jährige Inhaberin selbstbewusst. Ihre Mutter stammt von den Philippinen; diese Inselgruppe ist der drittgrößte Bananenproduzent der Welt. So erklärt sich die Vorliebe der jungen Frau für die krumme Frucht: Auf den Philippinen bekommen Kinder statt Babykost aus Gläschen Brei aus Bananen serviert.

Sein Quartier hat das Bananaport mitten im Alten Bananenhafen mit Blick auf das Wasser bezogen. Auf diese Weise können die Gäste beobachten, wie riesige Schiffe beinahe vor der Tür des Lokals anlegen. Dieser Standort ist nicht nur abwechslungsreich. Er atmet auch den Hauch der Stadt- und Wirtschaftsgeschichte. Denn hier wurden um 1902 die ersten Bananen für Europa gelöscht – und der Grundstein gelegt für einen wichtigen Geschäftszweig der Hafenwirtschaft: Bremerhaven ist zu Europas größtem Einfuhrhafen für Südfrüchte aufgestiegen.

Natürlich kommen auch die Speisen und Getränke im Bananaport nicht ohne eine bananige Note aus. Dabei wird der Beweis angetreten, dass Bananen nicht immer süß sein müssen, um zu schmecken. Man kann sie auch pikant, würzig – eben anders zubereiten und essen. Außerdem wird die Speisekarte neben Fleisch- und Fischgerichten von deutscher Küche bestimmt.

„Die interessanten Geschichten rund um den Bananenumschlag werden in Bremerhaven zu wenig wahrgenommen“, meint Liz Abogado und will deshalb mit ihrem gastronomischen Betrieb auch ein Stück weit „Bildungsarbeit“ leisten. Filmaufnahmen und zahlreiche Fotos aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) dokumentieren den Weg der Frucht, den sie von der Plantage bis zum Verbraucher zurück legt. Diese Bilder suchte die junge Gastronomin zusammen mit dem Historiker Klaus-Peter Kiedel aus, der die erfolgreiche Bananen-Ausstellung des DSM konzipiert hatte.

Natürlich ist das Lokal nicht in erster Linie eine Aufklärungsstätte, sondern vorrangig ein Ort, an dem man unter Palmen sitzen und in modern-nostalgischer Atmosphäre den Alltag vergessen kann.

Das könnte zum Beispiel mit Hilfe der Live-Musik gelingen. Für die wird regelmäßig gesorgt. „Jeden Sonnabend wird Party gemacht und alle musikalischen Richtungen sind dann vertreten“, berichtet Liz Abogado, die selber fast jeden Abend auf der Bühne steht und singt. Ab Mitte Dezember soll das Unterhaltungs-Programm durch Karaoke-Angebote aufgestockt werden. Gesellschaften oder Belegschaften, die beim Feiern unter sich bleiben wollen, kann geholfen werden. Das Lokal mit seinen 75 Plätzen ist nämlich mietbar – auf Wunsch inklusive einer Gesangsdarbietung von Liz Abogado. Thomas Klaus

www.bananaport.de


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