AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Wollen kulinarische Leitlinien geben: Klaus Peter Kofler (l.) und Juan Amador.

Lehmann

Hauptstadt Berlin

Neue Wege im „Partyserviceland“

Zweimal im Jahr präsentiert Event-Caterer Klaus Peter Kofler gastronomische Modenschauen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/15 vom 10. April 2004

BERLIN (uleb). Mailand, Paris, New York — hier wird die neueste Mode präsentiert. Jetzt kommt auch Berlin hinzu. Wenn auch mit einer Modenschau der etwas anderen Art.

Zweimal im Jahr baut EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
weiter mit Mausklick...
-CatererUnternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Institutionen oder Personen mit Speisen und Getränken an Orten zu versorgen, an denen normalerweise keine gastronomische Leistung möglich oder üblich ist .
weiter mit Mausklick...
Klaus Peter Kofler seinen eigenen Laufsteg auf und präsentiert gastronomische Modenschauen, Prêt-a-Diner nennt er das passenderweise. Der Catwalk ist ein schickes Apartment mit Privatcharakter und Showküche weit oben im Beisheim-Center am Potsdamer Platz, auf der ersten Schau stellten Kofler und Sternekoch Juan Amador vor, wie das CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
weiter mit Mausklick...
für Frühjahrs- und Sommerevents 2004 aussehen könnte: Wassermelone mit Thunfisch, Chili und Minze oder als Dessert den gebratenen „Gato Mallorquin“ mit Himbeeren, Honigkaramell und Mandeleis.

„Wir wollen kulinarische Leitlinien geben“, erklärt Kofler sein Lifestyle-Food-Konzept. Viele Büfetts, und sind sie noch so exklusiv, sind für den zu den Top-Caterern der Republik zählenden Unternehmer aus Frankfurt (Main) nicht mehr zeitgemäß. Das verjüngte Publikum auf Galas und anderen Events hat differenzierte und individuelle Essgewohnheiten. Kofler schwört nicht kategorisch Hummer & Co. ab. Doch weit spannender ist es für ihn, klassische Speisen zu dekonstruieren und neu zusammenzusetzen. Und er spürt den Zeitgeist für einfache Gerichte und Zutaten: rustikales Holzofenbrot kombiniert mit Pata Negra und Essigkirschen, die Wiederentdeckung des Schweinebratens und als Basis Butter, Salz, Pfeffer — Qualität ist das A&O.

Wenn es dann doch die Jakobsmuschel ist, bei Amador einfach ein Muss, dann eben in witziger Kombination mit Paprika, Curry und Banane.

Für Kofler & Company sind für sie die Zeiten langer Büfettstrecken, an denen sich hungrige Gäste drängeln, vorbei. Neue Wege braucht das Partyserviceland. Die Prêt-Diner-Idee serviert dem Häppchenvolk tapasartige Starter und Nachspeisen als variantenreiches Flying bouche. Die Hauptgänge werden an Kochstationen live zubereitet. An der Dominanz der Hauptgerichte rüttelt Kofler ebenfalls — er favorisiert mehrere Zwischengänge. Korrespondierende Weine gehören sich für Kofler von selbst.

Da das Auge grundsätzlich mit isst, und das nicht nur vom Teller, gehört zum High-class-Catering auch das entsprechende Design für Tisch und Raum. Zum edlen Weinglas ein buntes barockes Wasserglas samt kuhfellbezogenem Untersetzer auf einem apfelgrünen, dicken Filzset — das hört sich unkonventionell an. Und das ist es auch, doch tut das der Eleganz keinen Abbruch und bildet den passenden Rahmen für Amadors Frühlings- und Sommerkreationen. 60 lukullische Köstlichkeiten umfasst die aktuelle Kollektion: 15 Tapas, 35 Zwischen- und Hauptgänge, 10 Desserts — herzustellen in jeweils maximal sechs Handgriffen. Von einer allzu üppigen Auswahl rät Kofler seinen Kunden ab. Weniger ist mehr lautet seine Devise, um sich die einzelnen Geschmackserlebnisse nicht kaputt zu machen.

Die nächste kulinarische Modenschau präsentiert Kofler seinen Kunden im Herbst. Dann lädt er zum zweiten Mal in seinem Showroom am Potsdamer Platz und zu den Trend-Schmankerl für die Winterevents 2004/2005.

KommentierenDrucken
Auch interessant

Speisen nach dem Kirchenjahr

Von der französischen Abtei Cluny stammt die „Überbackene Zwiebelsuppe“, die italienischen Domkanoniker Florenz steuern „Dinkel-Bandnudeln in Lauch Mascarpone Sauce“ bei, und das oberbayerische Kloster Ettal überrascht mit „Kurzgebratenem von der Kalbslende auf Salatbett“ – die Speisekarte vom Restaurant Abtei-Keller, Münchens erstem Klosterrestaurant in der Senioren Residenz München am Wettersteinplatz, klingt verheißungsvoll und zugleich ungewöhnlich; denn Küchenchef Giovanne Bravo bereitet zusammen mit seinen beiden Köchen ausschließlich originale Klostergerichte, -speisen und Desserts zu. mehr...

Weitere Artikel aus Regional und Lokal vom :

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige