Niedersachsen Seeschlösschen in Seenot
Traditionshotel in Dreibergen muss schließen / Gegen Betreibergesellschaft wird ermittelt
DREIBERGEN. Eine böse Überraschung für das Personal und die Gäste des Hotel Seeschlösschen Dreibergen in der ammerländischen Gemeinde Bad Zwischenahn. Nachdem ein zuletzt verbliebener Interessent kurz vor der bereits vereinbarten Vertragsunterschrift absagte, wurde das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zwischenahner Meer gelegene Hotel geschlossen. Damit haben rund 40 Mitarbeiter – darunter zahlreiche Auszubildende – ihren Arbeitsplatz verloren.
Die HSD Betreibergesellschaft hatte das Hotel von der Stührenberg Holding – diese hatte das Hotel im Januar 2011 erworben – gepachtet. Sie war für die 57 Mitarbeiter und das Inventar zuständig. Mitte Oktober wurde der Insolvenzantrag gestellt. Nach den Ausführungen von Insolvenzverwalter Bernd Sundermeier (Varel ) gab es anfangs acht bis neun Interessenten, die den gastronomischen Betrieb in dem Haus übernehmen wollten. Diese Zahl reduzierte sich nach und nach auf zwei Hoteliers aus der Region. Die vorläufige Gläubigerversammlung einigte sich auf einen der beiden Bewerber. Die Verträge waren bereits ausgearbeitet, als dieser Bewerber plötzlich absagte. Umgehend nahm man erneut Gespräche mit dem Bewerber, dem man abgesagt hatte, auf. Doch vergebens, hatte sich dieser bereits andernorts engagiert.
So kann zum jetzigem Zeitpunkt sehr zum Leidwesen der zuletzt verbliebenen Mitarbeiter nicht gesagt werden, wie es konkret mit dem Hotel Hotel Seeschlösschen Dreibergen weiter geht.
Bereits vor dem Insolvenzverfahren hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Diese richten sich wegen des Verdachts der Untreue gegen einen ehemakigen Verantwortlichen der HSD Betreibergesellschaft und zwei weitere Mitarbeiter. Nach den Angaben der Staatsanwaltschaft Oldenburg dauern diese Ermittlungen noch an. Heinz Arndt
