Tourismus
Niedersachsen: Tourismusnetzwerk GEO präsentiert Forderungskatalog
von Thomas Klaus
NORDWEST-REGION/HANNOVER. Zu wenig Selbstbewusstsein kann im touristischen Marketing schnell auch mal riskant werden. Deshalb haben führende Vertreter des Tourismusnetzwerkes GEO bei einem Besuch in Hannover einen politischen Forderungskatalog aufgestellt und dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode überreicht.
"GEO" steht für die drei Landkreise Grafschaft Bentheim, Emsland und Osnabrück. Vor einigen Monaten hatten sie auf freiwilliger Grundlage ein Netzwerk gebildet. Die drei Landkreise bringen es bei der Zahl der Übernachtungen unter den insgesamt zwölf Ferienregionen in Niedersachsen immerhin auf einen Marktanteil von fast 11 Prozent. Nach den Ostfriesischen Inseln und der Lüneburger Heide stehen sie auf dem dritten Platz. Bei der Bettenauslastung hat die GEO-Region mit einer Quote von rund 42 Prozent sogar niedersachsenweit das Siegertreppchen erobert - nicht zuletzt wegen des dichten Rad- und Wanderwegnetzwerkes mit einer Länge von 5000 Kilometern.
Vor diesem Hintergrund forderten die GEO-Repräsentanten bei ihrem Abstecher in die Landeshauptstadt und ihrer Unterredung mit Minister Bode, die Region solle im Rahmen der zukünftigen strategischen Tourismusplanung des Landes mit den vier traditionellen Tourismusregionen Nordsee, Harz, Lüneburger Heide und Weserbergland gleichgestellt werden.
"Wir haben in Niedersachsen die meisten ausländischen Gäste und die meisten Gäste aus Nordrhein-Westfalen", lautete eine weitere Begründung dafür. Geliefert hatte sie Friedrich Ketthorn, der Landrat der Grafschaft Bentheim. Jörg Bode sicherte eine Prüfung des Anliegens zu. Und er begrüßte die Initiative der drei Regionen, die sich in Eigenregie zusammengeschlossen hätten und sich gemeinsam für ihre Sache einsetzten.
