Nordrhein-Westfalen Ein Synonym für Gastlichkeit
Westfälischer Gastronomiepreis 2011 geht an Hotel Engemann Kurve und Overkamp Gastronomie / 20.000 Einsendungen
SCHWERTE. Das erlesene Gala-Menü stand ausnahmsweise mal nicht im Vordergrund. Star des Abends war die Küche der Region, als vor 230 Gästen zum vierten Mal der Westfälische Gastronomiepreis 2011 verliehen wurde. Bei der Veranstaltung, ins Leben gerufen und reibungslos organisiert von Gerhard und Marcus Besler vom Westfalen Institut Lünen, werden jeweils die besten Restaurants und Landgasthöfe ausgezeichnet.
Zum besten Landgasthof des Jahres 2011 wurde die Overkamp Gastronomie Dortmund gewählt. Die Begründung der Jury: „Der Landgasthof ist ein Synonym für Gastlichkeit und hohes Niveau. Man pflegt die Tradition, ohne in ihr zu erstarren. In diesem grünen Kleinod am Rande der Stadt wird bürgerlich nicht mit spießig übersetzt, sondern mit leicht und lecker.“
Kritischere Gäste
Stolz nahmen Vater und Tochter Overkamp den Kristallpokal entgegen. „Ich bleibe als Rentner dem Betrieb erhalten, habe aber die Geschäftsführung meinen Kindern überlassen“, sagte Heinz Overkamp. Die gelernte Köchin Bianca ist Chefin in der Küche, Dina leitet den Service.
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Restaurant des Jahres 2011 wurde das Hotel Engemann Kurve von Maria und Lutz Gebhardt in Winterberg. Unter den Top 20 beider Kategorien war das Sauerland am stärksten vertreten. Neu in diesem Jahr war ein Wettbewerb der Nachwuchsköche. Die Auszeichnung „Foodball“ ging an Robin Steinberg vom Waldhaus Ohlenbach in Schmallenberg.
Es sind die Gäste, die mit ihrer Abstimmung ihren Favoriten küren. „Im ersten Jahr hatten wir 8300 Einsendungen“, berichtete Gerhard Besler, „diesmal waren es 20.000 Karten aus 170 Restaurants. Der Jury fiel auf, dass sich der Notendurchschnitt leicht verschlechtert hat. Das heißt nicht, dass die Küche nachgelassen hat. Wir haben es nur mit kritischeren Gästen zu tun.“
Kleiner Schwachpunkt im System: Weil aus jedem Betrieb mindestens 100 Stimmzettel eingehen müssen, kann es vorkommen, dass hervorragende Restaurants einen Nachteil haben. Dass sein Goldener Anker auf Platz 6 und nicht weiter vorn landete, nahm Björn Freitag sportlich: „Wir haben nur 35 Plätze, so viele Zettel konnten wir gar nicht austeilen.“
Gut fürs Image
„Wir finden alles gut, was der Gastronomie in Westfalen nützt und ihr unter die Arme greift, damit sie den Rang bekommt, der ihr gebührt“, sagte Theo Deimann. Der Hotelier aus Schmallenberg im Sauerland sprach vielen seiner Kollegen aus dem Herzen, die zum Gala-Abend in die Rohrmeisterei Schwerte gekommen waren.
Dort stand eine Riege renommierter Köche ehrenamtlich am Herd: Molekularkoch Heiko Antoniewicz aus Dortmund, Björn Freitag vom Goldenen Anker in Dorsten, Stefan Manier vom Gasthaus Stromberg in Waltrop, Silvio Eberlein vom Gräflichen Park Hotel&Spa in Bad Driburg, Manfred Kobinger von der Rohrmeisterei und Sascha Stemberg vom Haus Stemberg in Velbert. Regina Goldlücke


