Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-WestfalenTreffpunkt der Köche
Weltköchetag in Köln: Begegnung und Austausch unter Kollegen / 12.000 verkaufte Karten
KÖLN. Der Schutzpatron der Köche, der Heilige Laurentius, hatte ein wohlwollendes Auge auf seine in Köln versammelten Heerscharen. An seinem Feiertag ließ er die Sonne scheinen und gab damit dem Weltköchetag am vergangenen Wochenende das erwünschte heitere Gepräge. Ein wesentlicher Teil davon spielte sich im Freien ab: Nach dem Gottesdienst im Dom zogen die strahlend weiß uniformierten Köche in einer feierlichen Prozession zu Fuß über den Rhein. Auf dem Gelände der KoelnMesse war Halle 10 Schauplatz für die Präsentation neuer Produkte und Austausch unter Kollegen.
125 Jahre Kochkunst
Gleichzeitig wurde beim Weltköchetag auch ein Geburtstag begangen: Der Colonia Kochkunstverein & Gasteria 1884 e.V., Ausrichter und Organisator des internationalen Treffens, blickt auf 125 Jahre Geschichte zurück. „Extra gefeiert haben wir nicht, unser Jubiläum ging in der Großveranstaltung auf“, sagt Vereinsmitglied Jürgen Sziegoleit, General ManagerMitarbeiter der Hotelleitung mit der Aufgabe, die Interessen des Hotelunternehmers wahrzunehmen.
weiter mit Mausklick... des Dom Hotels. Ein besseres Geburtstagsgeschenk als die 12.000 verkauften Karten für den Weltköchetag hätte es ohnehin nicht geben können.
Außer neuen Food-Produkten wurden auf der MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
weiter mit Mausklick... auch Kerzen, Tischdecken, Servietten oder Berufskleidung präsentiert. Ein vielbesuchter Treffpunkt von Köchen und Lieferanten war der Handelshof-Stand. „Ich bin zum Weltköchetag gekommen, weil ich mich für die Nachwuchsförderung einsetze“, sagte Matthias Wehmann von „Chef Heads“. Nebenbei brach er eine Lanze fürs „sous vide cooking“, eine neuartige Vakuumgartechnik: „Die ist schwer im Kommen!“ Beim Käsespezialisten Philip Barufe machten viele Besucher Halt. Er ist zufrieden mit dem Tag: „Für mich ist die Messe ein Erfolg, ich habe viele Kontakte geknüpft.“ Ähnlich ging es Frank Lönnecke, der für den Convenience-Spezialisten Hoppe zwei neue Produkte vorstellte, Geflügel-Minis und pikante Hackbällchen. „Beides kommt gut an.“
Ungewöhnliches gefragt
Schnell weg waren auch die Häppchen am Stand von „Let's Go Magic Germany“, einem privaten Köche-Club mit 270 Mitgliedern. Gründer Karlheinz Haase belässt es nicht beim Kochen, sein „Culinary Team“ engagiert sich vielfältig bei Benefiz-Veranstaltungen und favorisiert die Teilnahme junger Leute an internationalen Wettbewerben. „Nur so kommt man vorwärts“, glaubt der Chef. „Bemerkenswert ist das große Interesse an ungewöhnlichen Produkten“, sagt Herbert Köhler, Handelshof-Bereichsleiter Obst & Gemüse. „Dazu gehören auch Gemüse-Minis und spezielle Kartoffelsorten.“ Die Messe-Präsenz sei für sein Unternehmen sehr wichtig: „Wenn man
den Endverbraucher für kulinarische Neuheiten gewinnen will, muss man über die Gastronomie gehen. Die macht sie dann bekannt. Das gilt für Rucola und Radicchio und jetzt eben für essbare Blüten.“ Ein weiteres Highlight war der Wettbewerb um den Bocuse d'Or. (Seite 7)
