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Positionieren Oberstdorf im Internet: (von links) Thomas Klein, EDV-Abteilung, Peter Traskalik, Softwarenentwickler Tramino, Silvia Nolte, Tourismusdirektorin, Bastian Martin, Tramino, Svenja Tannheimer, Social-Media-Managerin Foto: Nathalie Kopsa

Tourismus

Oberstdorf im Web 2.0

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/10 vom 6. März 2010
von  Nathalie Kopsa

. Auch Destinationsportale müssen sich Gedanken um ihre Online-Vermarktung machen. Nun geht Oberstdorf neue Wege im Internet mit einer attraktiveren Website, einem neuen Reservierungssystem und einer Social-Media-Managerin.

Schon der erste Klick auf Oberstdorf.de soll mehr als nur einen Vorgeschmack auf das bieten, was den Besucher des Urlaubsziels in den Allgäuer Alpen erwartet: Wandern, Skifahren, Erholung, Erlebnis, Natur, Dorf und Urlaub heißen die wichtigsten Themen, über die man nur kurz mit der Maus zu fahren braucht, und schon öffnen sich die dazugehörigen Ausblicke in eine vielfältige Urlaubswelt. Der Relaunch sei notwendig gewesen, weil die alte Website einfach keine Urlaubslaune vermittelt habe, erklärt Thomas Klein, Leiter der EDV-Abteilung von Tourismus Oberstdorf.

Plattform auch für Hotels

„Wir haben uns gezielt bei Gästen, Mitarbeitern und Gastgebern umgehört und gefragt, was diese für die wichtigsten Anziehungspunkte unserer Region halten, und die beliebtesten Reisethemen gleich auf der Startseite platziert“, so Klein.

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Zu den Neuerungen gehören nicht nur nutzwertige Informationen über Schneehöhen oder den Zustand der Loipen. Tourismus Oberstdorf stellt auch eine eigens entwickelte Buchungssoftware bereit. Diese soll Gästen den Buchungsprozess erleichtern und den Oberstdorfer Gastgebern ermöglichen, sich auf dem Destinationsportal besser darzustellen. Für sie sei das Portal schließlich die wichtigste Buchungsquelle, wie man bei Oberstdorf Tourismus betont. Entwickelt hat das neue System die Oberstdorfer Firma Tramino.

Über einen eigenen Zugang können Gastgeber nun komfortabler und online ihre Buchungen abwickeln oder Rechnungen versenden. Zusätzlich können sie Freimeldungen mit einem tagesaktuellen Mindestaufenthalt eingeben und Saisonzeiten per Mausklick markieren und festlegen. Im Gegenzug kann der Gast sich auf einen Blick Informationen zum Belegungsplan in seinem gewünschten Zeitraum verschaffen. Das neue Reservierungssystem funktioniere so ähnlich wie eine Hotelsoftware, nur internet-basiert, erläutert Klein. Von Vorteil seien die geringeren Betriebskosten der neuen Software inklusive Buchungsmaske. „Wir bieten den Gastgebern die Möglichkeit, umsonst und ohne größere Zusatzkosten eine eigene, selbstgestaltete Homepage auf unserem Portal zu erstellen.“ Jeder könne das Buchungstool auf seiner Homepage einbinden oder darauf verlinken. In Schulungen, die zweimal im Monat stattfinden, werden die Gastgeber nun in die neue Software eingeführt. Etwa 1000 Betriebe sind bereits auf der Plattform aktiv.

Im nächsten Schritt sollen weitere Dienstleister wie Skischulen oder Anbieter von Kutschfahrten ihre Leistungen und Produkte darstellen können. Gastgeber könnten dann über eine Verknüpfung mit der Hotelwebsite solche Angebote Dritter zusammen mit ihren Zimmern anbieten.

Facebook, MeinVZ und Twitter

Mehrkosten sollen für die Gastgeber nicht entstehen, versichert Thomas Klein. Allerdings kassiert Oberstdorf von jeder über Oberstdorf.de erfolgten Buchung pauschal 4 Euro pro gebuchtes Bett. Auch die Einbindung von Social Networks soll künftig für mehr Zulauf bei Oberstdorf.de sorgen. Dafür hat Tourismus Oberstdorf Svenja Tannheimer als Social-Media-Managerin eingestellt, eine Position, die gerade neu geschaffen wurde. Ab sofort widmet sich die EDV-Spezialistin der Präsenz der Destination in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder MeinVZ.
www.oberstdorf.de

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