Hessen
Offen für neue Gäste
Gasthaus Zur Linde wird seit 150 Jahren mit Erfolg geführt
OBERWESER-HEISEBECK. Stillstand ist Rückschritt. Getreu diesem Motto führt die Familie Hellwig das im Weserbergland gelegene Gasthaus Zur Linde seit nunmehr 150 Jahren mit großem Erfolg. Dies auch deshalb, weil das Unternehmen nicht nur nach altbewährten Konzepten agiert, sondern sich seit vielen Jahren auch neuen Zielgruppen geöffnet hat.
Der Zusammenhalt und der ungeheure Fleiß der Familie haben viel zur Popularität des Gasthauses beigetragen. Wenn dieses sich heute mit der kleinen Bauernstube, dem Wintergarten, der Gastwirtschaft, den fünf Fremdenzimmern und dem Saal für rund 200 Leute präsentiert, wird deutlich, wie vorausschauend die Familie seit jeher ihren Betrieb geführt hat. Davon profitiert die vierte Generation mit dem heutigen Inhaber Friedhelm Hellwig, der nicht zuletzt einen ebenso großen Anteil an diesem Vorzeigebetrieb in einer sonst eher verschlafen wirkenden Gegend hat.
Früher habe man überwiegend von diesem Ort mit seinen 600 Einwohnern gelebt, in dem es nur zwei Gastwirtschaften gibt. Heute müsse man auch Gäste aus dem weiteren Einzugsgebiet bis Südniedersachsen nach Heisebeck locken, um das Haus entsprechend auszulasten, betonen die Inhaber. Mit dem Juniorchef Martin schickt sich nunmehr auch die fünfte Generation an, das Haus zu formen und mit zukunftsweisenden Konzepten immer wieder neu am Markt zu positionieren.
Denn mit seinen Ideen, dem Rückhalt innerhalb der Familie und dem für das Haus charakteristischen Mut zum Risiko hat sich vieles getan in den letzten Jahren. Dazu gehören zum einen die vielen Aktionen wie etwa die Buffetabende oder der Schlemmerkalender. Beides wird regelmäßig beworben, wobei beispielsweise das Fischbuffet mittlerweile ein Selbstläufer ist.
„Wir haben mal mit einer Kalkulation von 60 Personen angefangen und wollten den Gästen zeigen, dass man auf dem Land nicht immer nur Fleisch essen muss. Mittlerweile sind wir bei ausgebuchten Abenden, zu dem fünfmal im Jahr rund 180 Leute kommen. Dabei profitieren wir natürlich von der Flexibilität des Hauses, in dem ständig angebaut und erweitert wurde und wir die Möglichkeit zum Ausweichen haben“, berichtet der Junior, der als gelernter Hotelfachmann und Koch selbst in der Küche steht und für die gutbürgerliche Kost verantwortlich ist. Trotzdem kommt auch das Marketing nicht zu kurz. In vielen Broschüren des Uslarer Berglandes ist das Haus ebenso zu finden wie im Internet. Da kann der Gast beispielsweise ein Wellness-Wochenende buchen, bei dem ein Besuch der Weserberglandtherme enthalten ist. Silke Liebig-Braunholz
