Umsatztrend
Oktoberfest: Weniger Bierdurst bei frischen Temperaturen
von Karin Gabler
MÜNCHEN. Die 175. Wiesn hat frisch begonnen und blieb es auch fast die ganze erste Veranstaltungswoche. Im Vergleich zum Vorjahr kamen mit bisher 3,2 Mio. Gästen etwa 100.000 weniger Wiesnfans. Die kühlen Außentemperaturen ließen auch nicht ganz so viel Durst aufkommen: Inklusive des zweiten, endlich spätsommerlich schönen Wochenendes wurden schätzungsweise 3,3 Mio. Maß (2007: 3,4 Millionen Maß) getrunken.
Die Küche in den Festzelten bescherte den Wirten dennoch gleichbleibend gute und stabile Umsätze wie im vergangenen Jahr. So wurden in der Ochsenbraterei in der ersten Wiesn-Woche 56 Ochsen verspeist, genauso viel wie 2007.
Gut besucht waren die mittelgroßen Gastronomiebetriebe – die sogenannten kleinen Wiesnwirte -, wortwörtlich „kalt erwischt“ hat es dagegen die Schausteller, speziell Eltern und Kinder fehlten aufgrund der frostigen Temperaturen.
Auffallend für Wiesnbesucher war der spürbar geringere Zigarettenqualm in den Zelten. Dies lag u.a. daran, dass in den Wiesnfestzelten keine Raucherprodukte mehr verkauft wurden.
Durch den Verlust der absoluten Mehrheit für die CSU erhoffen sich jetzt viele der Wirte eine Lockerung des strengen bayerischen Raucherschutzgesetzes, bei dem das Oktoberfest und ähnliche Großveranstaltungen künftig als Sonderfälle betrachtet werden.
