Gastronomie
Oldenburg: Keine Probleme mit neuer Sperrstunde
von Heinz Arndt
OLDENBURG. Seit rund zehn Wochen gibt es in Oldenburg von Seiten der Gastronomen in der Innenstadt eine freiwillige Sperrstunde ab 5 Uhr. Bislang zeigen sich Stadt und Polizei weitgehend mit der Einhaltung dieser Sperrstunde zufrieden. Lediglich ein Gastronom in der Wallstraße würde weiterhin nach 5 Uhr Alkohol ausschenken.
Zunächst soll nun im Mai eine Zwischenbilanz gezogen werden und im Oktober soll es dann zu einer Entscheidung kommen, ob diese Regelung verbindlich wird. Das Lokal, dass sich an dieser Gemeinschafts-Aktion nicht beteiligt, werde weiter beobachtet. Der Gastronom begründet sein Verhalten mit wirtschaftlichen Gründen. Eine rechtliche Handhabe gibt es nicht, da es sich um eine freiwillige Maßnahme handelt.
Für Polizei-Chef Johann Kühme steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt fest: "Aufgrund unserer bislang getätigten Erfahrungen würden wir im Oktober dafür plädieren, die Sperrstunde bereits um 4 Uhr beginnen zu lassen". Wobei für die Oldenburger Polizei genau wie für Gustav Wehen, erster Vorsitzender des DEHOGA-Stadtverbands Oldenburg, fest steht, dass diese Sperrstunde nur ein Mosaikstein in der Gewaltbekämpfung in der Innenstadt ist. Eine wichtige Rolle würde zudem die Videoüberwachung spielen.
Zudem erteilt die Polizei seit einiger Zeit Aufenthaltsverbote für Gewalttäter für die Innenstadt. Bislang wurden 16 solcher Verbote ausgesprochen. Für die Betroffenen gilt, dass sie drei, sechs, neun oder zwölf Monate lang zu bestimmten Zeiten die Innenstadt nicht betreten dürfen.

