Rauchverbot
Rauchverbot für geschlossene Gesellschaften trifft Wirte besonders hart
von Thomas Klaus
OLDENBURG. An den Umsatzeinbußen von bis zu 60 Prozent, die das Gast- und Reisegewerbe im Bezirk der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer in der vergangenen Winter-Saison zu verzeichnen hatte, ist die Nichtraucherschutz-Gesetzgebung alles andere als „unschuldig“. Darauf hat die zuständige IHK-Geschäftsführerin Carola Havekost bei der Vorstellung der Statistiken hingewiesen.
Denn die Buchungen von geschlossenen Gesellschaften sind laut Havekost deutlich zurückgegangen. Die IHK-Managerin stellt fest: „Bedauerlicherweise sind unsere Vorschläge für Ausnahmen vom Rauchverbot in Gaststätten vom Gesetzgeber nicht angenommen worden.“
Zu einer ähnlichen Einschätzung wie Carola Havekost kam unlängst auch der niedersächsische Hauptgeschäftsführer des DEHOGA, Rainer Balke. Er forderte, dass das Rauchverbot bei geschlossenen Gesellschaften aufgehoben werden müsse. Denn: Es gebe deutlich spürbare Rückgänge bei den Buchungen und einen Rückzug ins Private. Rainer Balke: „Die Leute feiern dann eben zuhause, stellen sich ein Zelt in den Garten und heuern einen Caterer an.“
Zum Jahresende will der Niedersächsische Landtag das Rauchverbot auf den Prüfstand stellen. Der DEHOGA hofft darauf, dass dann das Rauchverbot in punkto Familien- und Firmenfeiern aufgebrochen werden wird.



Anna, Stuttgart
15.07.2009 um 12:37
Betreff: Aufregung berechtigt
Mittlerweile hat man das gute Gefühl: es hält sich sowieso kaum einer daran. Neulich gab es in Niedersachsen ein großes Fest des Hochadels mit über 300 Personen inkl. Polizeichef, Leiter Ordnungsamt, Oberbürgermeister usw.! Das "Geburtstagskind" hat den Hotelier vor die Wahl gestellt: Raucherveranstaltung oder er läßt alles in sein Schloss catern. Und siehe da: alle waren da, viele haben geraucht und niemand hat etwas gesehen. So gehts eben auch. Schade, dass es teilweise nur in jenem Personenkreis so funktioniert. Hier in Baden-Würtemberg greift oftmals die Alternativ des Caterings mit mehrheitlich "freiberuflichen" Kellnern. Da wird Schwarzgeld verdient bis es kracht.