Thüringen
Reinholz: „Ganz so schlimm ist es nicht“
Minister kündigte Unternehmern wieder Fördermittel für das Beherbergungsgewerbe an
SUHL (eta). Obgleich die Vertreter des Gastgewerbes viele Probleme haben, hielten sie sich beim Arbeitsgespräch zum Thema Tourismus-Entwicklung auf Einladung der IHK Südthüringen mit Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) zurück. Dabei ließ er die Teilnehmer der Veranstaltung wissen, dass der Besucherrückgang im vergangenen Jahr „nicht ganz so schlimm“ sei, wie mehrfach dargestellt und dass insbesondere durch die Biathlon-WM das Touristen-Interesse an der Region verstärkt wurde. Schließlich bestehe gerade in (Süd-)Thüringen noch etlicher Handlungsspielraum, speziell in Sachen WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick.... Die tatsächlich vorhandenen Probleme wären nicht selten interner Art. Dazu gehörten aus Reinholz’ Sicht Mängel in der Kommunikation und Koordination, in der Angebotserstellung und dem Marketing sowie in Qualität und Service.
Zwischenfazit: Die Landesregierung könne den Leistungsanbietern nicht die Arbeit abnehmen, sondern nur die Rahmenbedingungen beeinflussen. Dies wolle sie durch Straffung der Verbändestrukturen und stärkere Profilierung der TTG als Dienstleister im Außenmarketing. Der Freistaat werde 95 Prozent der Gesellschaftsanteile übernehmen und dafür sorgen, dass die nötigen Finanzmittel in den Landeshaushalt eingestellt werden. „Dafür werde ich mich mit der Brechstange einsetzen“, versprach der Politiker. Für den TTG-Beirat werde der Sachverstand auch und gerade der Tourismus-Praktiker gebraucht. Schnelle Zuwächse in Größenordnungen bei den Tourismus-Umsätzen dürften aber danach nicht erwartet werden – die Entwicklung brauche Zeit.
Trotzdem müsse Maßstab sein, was touristisch erfolgreiche Bundesländer wie jetzt Mecklenburg-Vorpommern demonstrieren, argumentierte der Vorsitzende des Tourismusausschusses des Gastgebers, Hotelier Reinhard Lesser. Es sei nun einmal so, dass Thüringen in der WahrnehmungProzess der subjektiven und selektiven Informationsaufnahme.
weiter mit Mausklick... der Touristen eine zu geringe Rolle spiele. Offenbar war dieser Hinweis Jürgen Reinholz doch Anlass, noch eine erfreuliche Nachricht fürs Thüringer Beherbergungsgewerbe zu verkünden. Er werde dieses, versprach er, künftig wieder in die Landesförderung einbeziehen. Zumindest das eine oder andere Hotel, wie er eilig hinzufügte, ohne auf Details seines Vorhabens einzugehen.
