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Ehrung: (v.l.) Vorsitzender Franz Bergmüller, langjähriges Mitglied Irmgard Freudorfer und Kassierer Hans Bäuerle Foto: Anton Hötzelsperger

DEHOGA

Rosenheim: Franz Bergmüller für weitere drei Jahre BHG-Kreisvorsitzender

9. März 2010
von

ROSENHEIM. Betont und gewohnt kämpferisch gab sich als Vorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG) vom Kreisverband Rosenheim bei der Kreisversammlung im Landgasthof Happinger Hof in Rosenheim-Happing. Einstimmig erhielt Bergmüller bei den turnusgemäßen Neuwahlen für die nächsten drei Jahre das Vertrauen der 48 anwesenden Stimmberechtigten.

Insgesamt elf Versammlungen hielt Bergmüller im vergangenen Jahr für seine Mitglieder ab. Das Thema „Rauchverbot“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Diskussionen. „Worum geht es beim Volksentscheid am 4. Juni?“ fragte Bergmüller und gab selbst die Antwort: „Für viele Betriebe bedeutet ein absolutes Rauchverbot eine existenzielle Gefahr. Beweisen wir Solidarität, indem wir die derzeitige Regelung befürworten, ansonsten werden Vereinsheime ohne Konzession als einzige Ausnahme zu einem weiteren Sargnagel für die Dorfwirtschaften“, so Franz Bergmüller. Die gegenüber der Nachbarländer-Konkurrenz höheren Mehrwertsteuersätze in Deutschland bezeichnete Bergmüller als „Kardinal-Thema“. Hierzu ist seit kurzem der Vorschlag vom BHG-Bezirk Oberbayern auf dem Tisch, demzufolge die Mehrwertsteuer allgemein auf 20 Prozent erhöht und bei personalintensiven Leistungen auf 10 Prozent festgelegt werden sollte. Mit dieser Mehrwertsteuer-Strukturreform wäre eine Gegenfinanzierung für reduzierte Mehrwertsteuer-Sätze für Hotellerie und Gastronomie gegeben. „In Österreich sind derzeit 5 Prozent Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie in der Planung“, sagte Bergmüller.

Weitere Punkte, die vom Vorstand und von den Mitgliedern lautstark angesprochen wurden, waren die überhöhten GEMA-Gebühren und die GEZ-Gebühren. Beide Gebührenformen wurden als „Raubritter-Manieren“ bezeichnet. Kritik gab es auch für eine übertriebene Bürokratie bei Kontrollen verschiedenster Art. „Seit 40 Jahren habe ich gleiche Saalverhältnisse, doch jetzt passen plötzlich Fluchtwege, Türen und Notstromversorgung nicht mehr. Für die Hausvisite bekam ich einen Gebührenbescheid, den ein Kollege im gleichen Falle der Kontrolle nicht bekam“, so der klagende Gastronom.

Bei den Neuwahlen blieb fast alles beim Alten: 1. Kreisvorsitzender bleibt Franz Bergmüller, seine Stellvertreter sind Willi Mehlhart und Theresa Albrecht, Schriftführer Rudi Zellner und Kassierer Andi Bäuerle. Zu den bisherigen Kassenprüfern Richard Voglrieder und Hans Höss wird sich zukünftig noch Klaus Kapsner gesellen, der dieses Amt von Peter Schrödl übernahm. Reibungsfrei und einstimmig erfolgten die weiteren Wahlen für die Bezirks-Delegierten. Die Wahlleitung hatte BHG-Bezirks-Geschäftsführerin Alexandra Huber vor. Huber informierte zudem über aktuelle Themen aus dem Verbandsleben. Eine Ehren-Urkunde des bekam Irmgard Freudorfer vom Gasthof „Kaiserblick“ in Oberaudorf aufgrund ihrer 35-jährigen Betriebstreue.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Otto von Braackenssieck München
Otto von Braackenssieck München

10.03.2010 um 10:52

Betreff: RAUCHVERBOT

Anfangs angekündigt als "Nichtraucherschutz" haben sich diese "Gesetze" mittlerweile entfaltet als absurde und diktatorische Gesetzgebung. Dabei wäre es doch so einfach. Ein Schild "Raucher" oder "Nichtraucher" würde doch reichen. So könnten Erwachsenen selber entscheiden und auch das Personal hätte die Wahl "hier arbeite ich ja oder nicht". So hätte man auch noch Abermilionen an Steuern bei der Gesetzgebung und vor allem bei der Kontrolle des Vollzugs sparen können. Wie weit gehen die Bemühungen der Regierungen noch ? Eine neue Idee wäre ein Aufkleber auf jeder Bratwurst "Diese Wurst kann Tödlich sein" Ich rate die verantwortlichen Gesetzgebern, zehn Minuten in einer geschlossenen Garage zusammen mit einem laufenden Motor zu verbringen, so lernt man was wirklich gefährliche Abgase sind.(Nicht tun natürlich denn es ist wirklich tödlich) Was leider immer auffält ist die aggressive Intoleranz einiger Anti-Raucher. Trotzdem darf alles rauchen nur ein Mensch nicht. Na ja, ich wünsche die Nichtraucher vielen Spass mit den neuen Düftchen (Körpergeruch, Mundgeruch, penetrante Parfüme) in den von Rauchern befreiten Etablissements.