Mecklenburg-Vorpommern
Rügen soll sich als Golfdestination etablieren
Modell betrachtet fünf Plätze auf der Insel als realistisch / Jeder Platz mit eigenem Charakter
RÜGEN (mg). Ein interessiertes Publikum, darunter zahlreiche Hoteliers, Touristiker und Bürgermeister, fand die Vorstellung des „Rügener Golfmodells“. Darin bündelt ein Expertenteam die erarbeitete Nutzwertanalyse für die Forcierung des Golfsports auf der Insel. Danach seien fünf Golfplätze auf Deutschlands größter Insel realistisch. Außer dem bereits existierenden Golfplatz in Karnitz werden Neuanlagen Binz-Granitz, Sassnitz-Mukran, Sellin-Neuensien sowie Dranske-Lancken oder Neddesitz vorgeschlagen.
Bei einem Investitionsvolumen von 3,5 Mio. Euro und jährlich rund 750.000 Euro Betriebskosten je 18-Loch-Anlage könnte ein Golfplatz nach vorgelegten Berechnungen nach drei Jahren Gewinne erwirtschaften. Nutznießer wäre außerdem die Hotellerie und der Inseltourismus insgesamt, weil sich die achtmonatige Spielzeit saisonverlängernd auswirke. In der Studie wird für die Schaffung von touristisch geprägten Kombinationsanlagen plädiert, deren Management und Vermarktung in einer Hand liegt. Hier könnten sowohl erfahrende Golfer als auch Neueinsteiger und Teilnehmer von Schnupperkursen spielen.
Platz rentabel
Die Basis dafür kann schon jetzt durch eine Allianz von Hoteliers für Golf auf Rügen mit dem Verkauf von Golfrunden für den Golfplatz Karnitz geschaffen werden. Gleichzeitig wird auch eine zügige Bearbeitung der Genehmigungsfragen, der Bebauungspläne und der Sicherung von Fördermitteln angemahnt.
Jeder Golfplatz werde seinen eigenen Charakter haben: der Platz Binz-Granitz als Landschaftspark mit kulturhistorischem Bezug zum Jagdschloss, die Plätze in Dranske-Lancken und Sassnitz-Mukran als Plätze in unterschiedlicher Meeresnähe und der Platz Sellin-Neuensien in landschaftlich einzigartiger Lage und mit Boddenblick.
