Baden-Württemberg
Sanfter Generationswechsel beim Weindorf
29 Wirte offerieren in 120 Lauben an zwölf Tagen 250 verschiedene Weine und vielfältige Gaumenfreuden
STUTTGART (ai). Nach mehr als 25 Jahren steht dem Stuttgarter Weindorf ein sanfter Generationswechsel ins Haus. Bei manchem Weindorf-Betrieb hat er altersbedingt bereits stattgefunden, andere werden in naher Zukunft sicher folgen. Das, so der Veranstalter, der Pro Stuttgart-Verkehrsverein, soll der künftigen Qualität des Weindorfs jedoch keinen Abbruch tun.
Manche Namen, die jahrzehntelang wie selbstverständlich zum Weindorf gehörten, wie etwa das „Weinhaus Stetter“, der „Stille Zecher“, die „Badische Weinstube“ und das „Weinhaus an der Alten Kanzlei“ hören jedoch ganz auf und weichen in diesem Jahr Weindorf-Novizen. Ganz neu am Platz sind die Brüder Wilhelm vom Szenelokal „Aussichtsreich“, die vom Volksfest bestens bekannte Wirtefamilie Grandl mit dem „Weintreff“, die Familie Lutz vom Vaihinger Hotel „Dachswald“ und der Betreiber der gutbürgerlichen Restaurants „Ackerbürger“ und „Urbanstuben“, Uwe Mürdel.
Seitens der Veranstalter hofft man auch in diesem Jahr mit zufrieden stellenden Besucherzahlen. Dank Qualität und Preiskontinuität bei Speis und Trank, gemütlicher Gestaltung der Lauben, ansprechender Musik und herzlichem Service dürften 1 Million Gäste bis zum letzten Tag am 7. September durchaus realistisch sein – sofern das Wetter mitspielt.
Eine echte Neuheit hat das 27. Weindorf für seine Gäste in petto: Erstmals werden edle Tropfen nicht im klassischen Henkelglas oder Weinbecher ausgeschenkt, sondern auf Wunsch im Stielglas – eine erkleckliche Anzahl davon haben die Weindorf-Wirte bestellt.