Schleswig-Holstein „Wer nicht mithält, verschwindet“
Tourismus-Experte Bernd Eisenstein gibt Hoteliers und Gastronomen fünf Empfehlungen für den geschäftlichen Erfolg
BAD SEGEBERG. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze: Geist, Geld und etwas Geduld – das sind nach Ansicht von Bernd Eisenstein die Voraussetzungen für erfolgreiche Unternehmer im Gastgewerbe. Der Professor für Tourismus an der Fachhochschule Westküste hat fünf Empfehlungen für den weiteren Erfolg abgeleitet, die er im Rahmen des 63. Landesverbandstages des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Schleswig-Holstein im Alten Speicher Wensin vorstellte (AHGZ vom 23. April).
Grundlage ist die Studie Destination Brand, in der das Institut für Management und Tourismus (IMT) an der Fachhochschule Westküste den kundenorientierten MarkenwertIn Geld ausgedrückter Wert einer Marke, der vor allem dann relevant ist, wenn ein auf dem Markt positionierter Geschäftsbereich bzw.
weiter mit Mausklick... von mehr als 130 Reisezielen vom Allgäu bis zur Zugspitze des deutschen Inlandstourismus untersucht hat. Danach ist die Tourismuswirtschaft in Schleswig-Holstein gut aufgestellt, die mit etwa 170.000 Beschäftigten eine Wertschöpfung von rund 3,5 Mrd. Euro pro Jahr erwirtschaftet. „55 Prozent aller Deutschen finden Schleswig-Holstein sympathisch“, sagte Eisenstein.
Vorreiterrolle übernommen
Angesichts einer gestiegenen Konkurrenz
weiter mit Mausklick... der Reiseziele und einer zunehmenden Reiseerfahrung der Gäste wird der Wettbewerb sich nach Ansicht des Wissenschaftlers weiter verschärfen. „Der Unternehmer muss sich weiter professionalisieren“, sagte Eisenstein. Dazu zählten nicht nur Kenntnisse der Marktforschungsergebnisse und der veränderten Rahmenbedingungen im Tourismus, sondern auch Sozial- und Methodenkompetenz.
Als zweites empfahl der Wissenschaftler eine noch stärkere Nachfrageorientierung der Touristiker, wobei Schleswig-Holstein mit der Konzentration auf die drei Zielgruppen Familien, Best Ager und anspruchsvolle Genießer eine Vorreiterrolle im deutschen Tourismus übernommen habe.
Wichtig sei aber auch eine deutliche Profilierung des Landes zwischen den Meeren, in dem die Ostsee und die Nordsee die stärksten Marken darstellten. „Im Bereich Radfahren wird dem Urlaubsland Schleswig-Holstein die höchste Kompetenz zugeschrieben“, sagte Eisenstein. Aber auch in den Bereichen Naturaufenthalt, Baden, Kulinarik und WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick... habe Schleswig-Holstein im Deutschlandtourismus gute Chancen. Problematisch sei allerdings, dass es im Vergleich zu dem Profil von Mecklenburg-Vorpommern kaum Differenzen gebe. „Nur bei der Kulinarik trauen die Deutschen Schleswig-Holstein mehr zu als Mecklenburg-Vorpommern“, fügte Eisenstein hinzu. Wichtig für erfolgreiche Unternehmer sei eine umfassende Qualitätsorientierung. Denn die größere Reisererfahrung der Deutschen habe zu einer Anspruchsinflation geführt. Nach Ansicht des Wissenschaftlers werden die Ansprüche an Reiseziele, Hotellerie und Gastronomie weiter steigen: „Betriebe, die nicht mithalten können, werden vom Markt verschwinden“, sagte Eisenstein. Da zu einem Reiseerfolg viele Anbieter von Dienstleistungen beitragen, sei es wichtig, stärker zu kooperieren. Bernd Eisenstein: „Wer Ko

