Baden-Württemberg
Schmuckkästchen im finsteren Wald
Forsthaus Auerhahn erweitert seinen Wellnessbereich großzügig / Vom Förderprogramm profitiert
BAIERSBRONN-SCHÖNMÜNZACH. Sie haben sich ein kleines Schmuckkästchen geschaffen, die Familien Zepf, die seit zwei Generationen das Forsthaus Auerhahn in Baiersbronn betreiben. Dieter Zepf war Förster, seine Frau Kathrin betrieb die Gastwirtschaft im Forsthaus. Jetzt sind Sohn Martin und Frau Ulrike Zepf die Chefs und haben nicht nachgelassen, in das 1812 erbaute Forsthaus mit heute 60 Betten zu investieren.
Der „Auerhahn“ hatte einst das erste Hallenbad in Baiersbronn, das war anno 1966. Seitdem wurde der Wellnessbereich – damals war von „Wellness“ noch keine Rede – modernisiert und erweitert. Der letzte Bauabschnitt dauerte genau 11 Wochen und verschlang rund eine halbe Million Euro. Zwei Panorama-Ruheräume aus mehrere hundert Jahre altem Holz und mit Wasserbetten bestückt, Ajurveda-Behandlungsräume, eine Friseurstube und anderes mehr sind dazugekommen. Die „Auerhahn Vitaloase“ umfasst nun rund 500 Quadratmeter.
„Wo das Tal aufhört, fängt der Urlaub an“, pflegt Martin Zepf zu sagen. Denn sein Hotel liegt weit, weit ab mitten im Wald im Tal des Hinterlangenbachs in wildromantischer Schwarzwaldkulisse. Bei der Eröffnung der Vitaloase fühlte sich Baiersbronn Bürgermeister Norbert Beck gleich „zu Hause unter Freunden“, während Landtagsabgeordnete Carmina Brenner (CDU) auf den glücklichen Umstand verwies, dass aus dem Landes-Förderprogramm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) inzwischen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren können. „Investitionen in die Gastronomie sind Investitionen in die Zukunft“ wusste da Landrat Peter Dombrowsky da zu bestätigen.
Bernhard Zepf vom Hotel Erbprinz in Ettlingen, dankte seinem Bruder Martin und dessen Frau Ulrike für deren Engagement im heimatlichen „Auerhahn“.Hannes Kuhnert
www.forsthaus-auerhahn.de

