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Design vom Italiener: Kulinarisch ist das Restaurant Tamtai asiatisch geprägt  Foto: Angelika Fischer

Hamburg

Schnell, aber kein Fastfood

Das Restaurant Tamtai in Hamburg setzt auf frisch zubereitete asiatisch-indische Küche / Bezahlt wird per Chipkarte

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/1 vom 6. Januar 2007
von

HAMBURG. Mark Korzilius und sein Team wollen mit einem innovativen Gastronomiekonzept überzeugen: Tamtai heißt das Restaurant am Heuberg 1. „Ein System mit Frische-Küche zu bezahlbaren Preisen im Design-Ambiente – das ist eine kleine Revolution in der Gastronomie“, sagt Korzilius selbstbewusst. Dabei setzt der studierte Betriebswirt und gastronomische Quereinsteiger zeitgemäß auf asiatisch-indische Küche.

„Beste Qualität der Produkte und absolute Frische sind oberstes Gebot im Tamtai“, erläutert Korzilius. An vier Kochstationen mitten im Restaurant arbeiten die Köche vor den Augen der Gäste. Damit die Entscheidung für eines der 24 Gerichte leichter fällt, sind die Speisen auf mehreren Infowänden mit Fotos und den dazugehörigen Zutaten zu sehen. Die Rezepte wurden von Star-Köchen kreiert: Patrick Jaros, einst Küchenchef im Münchner 3-Sterne-Restaurant Aubergine, hat zusammen mit Sompop Nontaud aus dem „Oriental“ in Bangkok die asiatisch-indischen Gerichte an die europäischen Geschmacksnerven angepasst.

Sämtliche Speisen werden in der offen einsehbaren, durch eine Glaswand abgetrennte Küche portionsweise vorbereitet und dann an die vier Kochstationen geliefert. „Die Zubereitung an den Kochstationen funktioniert rasch und komplikationslos“, unterstreicht Korzilius, „schnelles Essen muss nicht Fastfood sein – das wollen wir im Tamtai beweisen!“

Die Frische-Küche will der Geschäftsführer zu moderaten Preisen anbieten. Die Hauptgerichte beginnen bei 5,50 Euro, die meisten liegen um 9,50 Euro. Vorspeisen gibt es ab 3,50 Euro, Desserts ab 2,50 Euro. Bei den Weinen liegt der Schwerpunkt auf deutschen und südafrikanischen Reben, wobei sämtliche Weine offen ausgeschenkt werden – 0,1 Liter ab 2 Euro. Um dem Gast mehr Bequemlichkeit zu bieten, hat Mark Korzilius Chipkarten eingeführt: Jede Bestellung wird darauf gespeichert. Der Gast muss nicht auf einem Platz ausharren, sondern kann seinen Espresso auch in der angrenzenden Lounge trinken. Bezahlt wird erst zum Schluss. Korzilius: „Wer noch einen Wunsch hat, bedient einfach den Service-Button am Tisch, und prompt erscheint der Getränkewagen.“

Gestaltet wurde das neue Restaurant von dem italienischen Star-Designer Piero Lissoni. Der Mailänder hat bereits Luxushotels in Venedig und Tokio gestaltet. Das Hamburger Restaurant zeichnen Birkenholztische, Bänke mit Ziegenlederkissen, viel Glas und Transparenz aus. Die Vorbereitungsküche und sogar der Kühlraum sind durch eine acht Meter lange Glaswand einsehbar.

In der warmen Jahreszeit laden außer den 80 Plätzen im Restaurant und 30 in der angrenzenden Lounge zusätzliche 50 Plätze auf der Terrasse zum Verweilen ein. Ein besonderer Service ist auch die Möglichkeit, die vorbereiteten Gerichte mitzunehmen. Gemüse, Fleisch, Geflügel oder Fisch können noch im Rohzustand portionsweise nach Hause mitgenommen und dort fertig gegart werden. Angelika Fischer

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