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Saarland

Schwerpunkt Gesundheitsurlaub

Tourismusbarometer Saarland: Gute Auslastung der Gesundheitsangebote von Hotels und Kliniken, aber noch Handlungsbedarf

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/42 vom 21. Oktober 2006
von Peter Hanser

MERZIG. Im Gesundheits- und Wellnessbereich gibt es in Sachen Qualität und Angebot noch Handlungsbedarf. So jedenfalls das Fazit des zweiten Jahresberichts des „Tourismusbarometers der Sparkassen-Finanzgruppe Saar“. Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi und Karl-Heinz Trautmann, Präsident des Sparkassenverbandes Saar, präsentierten vor kurzem die wichtigsten Eckdaten der Studie. Erstellt wurde diese vom Tourismus-Forschungsinstitut dwif Consulting.

Stand 2005 das Radfahren im Fokus der Untersuchungen, befassten sich die Autoren des Barometers 2006 intensiv mit der Thematik „Gesundheit und Wellness“. Ein positives Ergebnis: Die Auslastung von Hotels und Reha-Kliniken ist die höchste in den „Barometer-Ländern“. Zu diesen gehören noch die neuen Bundesländer, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Laut Wirtschaftsminister Georgi ist das Angebot der Kliniken „ein Stützpfeiler des Tourismus an der Saar“ und recht gut positioniert. Wissen muss man in diesem Zusammenhang, dass Teilnehmer an der ambulanten Therapie sowie Selbstzahler heutzutage in den meisten Kurkliniken bereits eine wichtige Zielgruppe stellen. Sie tragen laut Studie zur Verbesserung der Ertragslage bei.

Die qualitative Bestandsaufnahme für den Wachstumsmarkt Gesundheit und Wellness belegt allerdings noch einen Handlungsbedarf der Betriebe. Das gilt sowohl für die Vermarktung als auch für den Umfang des jeweiligen Leistungsangebotes. Um hierzu Aussagen zu treffen, ging dwif Consulting neue Wege: So offenbarte ein anonymer Produkttest Schwächen, was die Reaktion auf Kundenanfragen angeht. Für Hanspeter Georgi und Karl-Heinz Trautmann ganz wichtig: „Die Branche muss sich stärker bewusst werden, dass Selbstzahler höhere Ansprüche haben und sich am international üblichen Standard für Tourismusleistungen orientieren.“ Die Fachleute waren sich einig: Man dürfe die gute Auslastung auf dem Gesundheits- und Wellness-Sektor mittelfristig nicht durch Vernachlässigung der Kundenwünsche aufs Spiel setzen.

Positiv fiel die starke Präsenz der Branche bei der Vorstellung der Studie auf. Minister und Verbandspräsident sahen darin ein Anzeichen für das Engagement und daher gute Chancen, „im Wettbewerb auch künftig auf hohem Niveau mitzuspielen“. Die gute Ausgangsposition beim Gesundheitstourismus im Saarland wertete Trautmann positiv; es sei aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. „Die vorhandenen Entwicklungs-Potenziale sind noch nicht ausreichend ausgeschöpft.“ Peter Hanser

www.

sparkassen-finanzgruppe-saar.de

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