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Berlin

Sinnlichkeit und Delikatessen

In der Spielbank laufen Proben für die Premiere von „Belle et Fou“ am 4. Mai / Wodarz serviert Entenleberparfait

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/12 vom 25. März 2006
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BERLIN Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Belle et Fou – das Spiel mit der Lust“ soll schließlich schon am 4. Mai in Berlin Premiere feiern. Inszeniert wird diese neuartige Show von Hans-Peter Wodarz, Eventgastronom und Produzent, zusammen mit Regisseur Arthur Castro. Die Macher versprechen ein mitreißendes Kulturerlebnis, das Tanz, Musik und Theater mit subtiler Sinnlichkeit und Top-Gastronomie verbindet.

Erotik statt Ente? Ein zu simpler Vergleich, der zudem nicht den kreativen Möglichkeiten des legendären „Enten-Vaters“ entspräche, dessen Restauranttheater-Idee vielfach nachgeahmt wurde. Zwar gibt Wodarz zu, dass er erste Inspirationen für seine neue Show im Pariser „Crazy Horse“ erhalten habe, doch von einer Kopie könne keine Rede sein.

Für das auch international einmalige Spektakel ziehen Wodarz und sein Team alle Register, um bei den künftigen Besuchern vor allem die sensitiven Wahrnehmungen anzusprechen: vom atemberaubenden Bühnengeschehen über audiovisuelle Kunstgriffe, raffinierte Speisen und Getränke bis hin zu faszinierenden Duft- und Temperatureffekten. Eigens für die Show wurden spezielle Soundtracks komponiert. Rund 30, in weltweiten Casting-Runden ausgewählte Tänzerinnen und Tänzer, Schauspieler, Artisten und Musiker, stellen in sechs Kapiteln erotisch knisternde Geschichten rund um Liebe und Sinnlichkeit dar. „Wir machen ‚Entenhaut‘ und Schmetterlinge im Bauch“, sagt Wodarz.

Zeitgleich zu den künstlerischen Proben laufen auch die Bauarbeiten im ersten Stock der Spielbank Berlin, der künftigen Heimstatt von „Belle et Fou“ auf mehr als 1000 Quadratmetern. Vorgesehen sind 300 Plätze, eine oval gestaltete Bühne, zwei Bars und Logen. Trotz der für die zahlreichen Überraschungseffekte notwendigen hochmodernen Technik, unter anderem eine Bestuhlung mit eingebauten Duft-Zerstäubern, sind Interieur, Design und Farbgestaltung auf eine intime Gesamtatmosphäre ausgerichtet. Das Konzept sorgt auch für Gaumengenüsse. Jedem Zuschauer wird als kulinarisches Vorspiel zur Vorstellung eine erlesene Delikatessenkollektion mit Baltik-Lachs, Räucher-Stör und – da bleibt Wodarz seinem Lieblingstier trotz Vogelgrippe treu – Entenleberparfait serviert, die bereits im Eintrittspreis von 69 Euro inbegriffen ist. Zusätzlich kann während des Programms Kaviar geordert werden.

Außer dienstags finden jeden Abend zwei Vorstellungen statt. An den Wochenenden gibt es zur Wiederbelebung des Berliner Nachlebens eine zusätzliche Late-Night-Show ab 1 Uhr. Anschließend kann bis in die frühen Morgenstunden bei Tanz und Musik im zum „Belle-et-Fou-Nightclub“ gewandelten Theater gefeiert werden.

Für die finanzielle Basis sorgt die Spielbank Berlin Entertainment GmbH & Co. KG, die rund 6,5 Mio. Euro in die Realisierung des Projekts investiert und der Wodarz und Castro als Gesellschafter angehören. Außer dem Theater plant der Vollblutgastronom Wodarz die Eröffnung eines Restaurants, das in Anlehnung an den legendären Marlene-Dietrich-Film unter dem Namen „Die Blaue Ente“ firmiert.

Die Lokalität mit Küche bis fünf Uhr morgens soll sowohl den Showgästen als auch dem nächtlichen Publikum vom Potsdamer Platz offen stehen (AHGZ berichtete). Durch Show und Gastronomie entstehen insgesamt 90 neue Arbeitsplätze. Das Interesse an Berlins neuem Event ist groß. Zahlreiche Anfragen und Reservierungen sind bereits eingegangen. www.belle-et-fou.de/Ticket-Hotline : (0180) 5568200

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