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Maximator-Abend im Augustinerkeller: Wirt Ludwig Högenauer mit der echten Kellnerin Maria (l.) und der „Kellnerin“ Richard Süßmeier Foto: Gabler

Bayern

Starkes Bier und starke Sprüche

Fünfte Jahreszeit beginnt in München mit Starkbieranstichen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/12 vom 25. März 2006
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MÜNCHEN In München ist die fünfte Jahreszeit eingezogen. Salvator, Triumphator, Animator und Maximator oder Unimator... all diese Starkbiere werden zur Starkbierzeit vor Ostern mit mindestens 18 Prozent Stammwürze und über sieben Prozent Alkohol hergestellt. Zum Anstich hat Augustiner in den Bräu-Keller eingeladen, Paulaner zur Salvator-Starkbierprobe mit Politiker-Derblecken auf den Nockherberg.

Auf dem Nockherberg hatte Bruder Barnabas alias Bruno Jonas in diesem Jahr vor allem den Landesvater Stoiber im Visier sowie die Minister Horst Seehofer und Werner Schnappauf, die nach Jonas’ Ausführungen „noch um das Copyright für die Vogelgrippe streiten“. Witzig für die zahlreich anwesenden Wirte war auch seine Empfehlung an Wissenschafts- und Kunstminister Thomas Goppel bei Kunstausstellungen die bayerische Toilettenrichtlinie einzusetzen: „Ab 200 Bildern pro Ausstellung wird ein Dixi-Klo zusätzlich vorgeschrieben!“

Neben anspruchsvoll guter Unterhaltung bekamen die 624 Gäste im Festsaal der Gaststätte natürlich zünftig Bayerisches zu essen. „Weißwürste und Schweinsbraten – das ist Tradition“, betonte Hausherr Peter Pongratz, der bei seiner 16. Starkbierprobe ganz gelassen war ebenso wie übrigens sein 30-köpfiges Team, das den Event in Küche und Service perfekt betreute.

Ebenfalls humorig war auch der Maximator-Anstich von der Augustiner Brauerei. Hier ist es Usus, dass der Wirt Ludwig Högenauer und seine Bedienungen die Gäste von den über 100 Stammtischen zum Fassanstich in den Augustinerkeller einladen. Dabei trat in diesem Jahr zum vierten Mal die „Kellnerin“ Richard Süßmeier, der Kabarettist unter den Münchner Wirten, auf und gab seine gastronomischen Erlebnisse zum Besten. Wobei er aktuelle Themen aufgriff, etwa das geplante BHG-Freundlichkeitsseminar, das aus der Sicht einer Münchner Bedienung eigentlich unsinnig sei, weil diese doch mehr die „klaren Ansagen“ gegenüber ihren Gästen liebt. Und damit offensichtlich gut fährt. Das bewies zumindest der Auftritt der Kellnerin Maria, die sich nach 38 Jahren im Augustinerkeller von ihren Gästen offiziell verabschiedete.

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