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Hamburg

Startbahn für First Flight Hotel frei

Angestellte und Besucher des Airbus-Technologie-Parks ersparen sich Shuttle in die Stadt / Gert Prantner wird Pächter

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/44 vom 30. Oktober 2004

HAMBURG Eine prächtige Aussicht über die Elbe auf die Schokoladenseite Hamburgs wird nun Realität: Nach zwölf Jahren Planung und 700.000 Euro Vorkosten steht dem „First-Flight-Hotel“ nichts mehr im Weg. Das 16 Mio. Euro teure 170-Zimmer-Haus soll Ende 2005 in Finkenwerder auf der Rüsch-Halbinsel eröffnet werden. „Knapp ein halbes Dutzend Busse verteilen abends die Besucher des Airbus-Technologie-Parks auf die Hotels in der Hamburger Innenstadt“, berichtet Investor Frank H. Albrecht. Dazu gondeln die Fahrzeuge vom südlich der Elbe gelegenen Finkenwerder entweder durch den meist verstopften Elbtunnel oder sie karren ihre Fahrgäste über die ebenfalls stets überfüllten Köhlbrand- und Elbbrücken ins Zentrum. Morgens sammeln die Transporter ihre Klientel vor den Häusern wieder auf.

In Sichtweite des drittgrößten

Flugzeugstandorts der Welt

Damit soll Ende nächsten Jahres Schluss sein. Denn der auf Immobilien spezialisierte Investor Frank H. Albrecht will in Sichtweite des drittgrößten Flugzeugstandorts der Welt das „First Flight Hotel“ errichten. Trotz eines Hotelangebots in der Hansestadt, das mittlerweile einen knapp doppelt so großen Markt abdecken könnte. „Täglich besuchen mehr als einhundert Ingenieure, Trainees oder Lieferanten das Airbus-Werk“, sagt Albrecht, „viele bleiben über Nacht.“ Diese Klientel soll das Hotel belegen.

Neben 160 bis 170 Zimmern (von denen zwei Drittel Elbblick haben) und Suiten mit kleiner Küche für Langzeitgäste wird das Hotel modernsten Standard bieten, mit Fitness, Sauna, Solarium auf dem Dach. Geplant sind auf dem Gelände westlich des ehemaligen HDW-Verwaltungshochhauses außerdem eine Bar, Restaurant, ein WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Bereich und groß angelegte Tagungsräume mit Blick auf Hamburgs schönes Ufer.

Das Drei-Sterne-Haus kostet 16 Mio. Euro und schafft 90 Arbeitsplätze. Gepachtet wird es von Gert Prantner, der 25 Jahre lang das Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten geleitet und die Tourismusbranche der Stadt entscheidend mitgeprägt hat. 1990 machte sich Gert Prantner selbstständig. Heute ist der 62-Jährige Herr über 13 Hotels mit Managementzentrale am Sandtorkai in Hamburg. Nur eine Herberge in der Hansestadt fehlt ihm bislang. Und die wird Prantner nun bald eröffnen. Die Umweltbehörde hat bereits am 27. Juli die Ausnahmegenehmigung für das „First Flight“ erteilt.

Seit 2001 wurden von der Buxtehuder Albrechtvermögensverwaltungs-Gesellschaft (AVW) rund 34 Mio. Euro investiert, sind in Finkenwerder knapp 850 Arbeitsplätze angesiedelt worden. In den Gebäuden entstanden Gewerbeflächen und Büros für Airbus-Zulieferer, ein Ausbildungszentrum für 120 Lehrlinge und ein Dienstleistungszentrum für die Betriebskrankenkasse.

Rüschhalbinsel entwickelt sich

zum Hightech-Park

Seit etwa drei Jahren entwickelt sich die Rüschhalbinsel zum Hightech-Park für Zulieferfirmen und Ingenieurbüros, die für Airbus arbeiten, wie Ina Klotzhuber, Sprecherin der HWF Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, sagt. Zum Beispiel der Airbus Technologie-Park (ATP), den die AVW errichtet hat. „Alles vermietet“, freut sich Albrecht heute. Vor allem Ingenieurbüros und Verkaufsniederlassungen haben sich dort angesiedelt. 60 Firmen mit 600 Mitarbeitern finden in dem 20.000 Quadratmeter großen KomplexMehrere Gastronomie- und/oder Beherbergungsbetriebe, die zu operativen Einheiten unter meist einer Leitung zusammengefasst wurden .
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Platz. Auch der Anleger für die Hadag-Fähre nach St. Pauli, Steinwerder und Teufelsbrück, der am Wochenende Hotelgäste zum Musical, an die Landungsbrücken und zurück befördern soll, ist wie versprochen von der AVW mittlerweile gebaut worden.

Seit der Gründung der AVW vor 25 Jahren wurden rund 120 Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen entwickelt und realisiert. Darunter Büro- und Parkhäuser, Hotels, kommunale Bauten, Freizeiteinrichtungen und Seniorenwohnanlagen in Bremen, Niedersachsen und Hamburg. Im März 2003 feierte beispielsweise das neue Handels- und Erlebnis-Center Haven Höövt seine Eröffnung.

Das Erlebnis-, Einkaufs- und Dienstleistungszentrum wurde auf einem 43.000 qm großen Gelände errichtet und mit rund 1200 Stellplätzen ausgestattet. Entertainment, Handel, und Arbeiten wird im Haven Höövt durch moderne Architektur miteinander verbunden. Neben einer vollversorgenden Fachmarktausrichtung mit SB-Warenhaus einerseits entstanden im anschließenden Bauteil Kaufhäuser und Fachgeschäfte mit Schwerpunkt Textilien, Schuhe, Bücher und Dienstleistungen sowie Gastronomie. Freizeiteinrichtungen wie Fitness-Center, Discothek/Tanzcafé werden das Angebot in Vegesack ergänzen. Es sind 600 Arbeitsplätze sowie 30 Ausbildungsplätze entstanden.

Die UnternehmensphilosophieWertvorstellungen, Überzeugungen und Einstellungen sowohl zum Unternehmen als Ganzes als auch den grundsätzlichen Auftritt des Unternehmens betreffend, die in wenigen Worten artikuliert werden.
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beruht dabei auf dem Prinzip der Mehrwertschöpfung, wobei jedes Projekt in seiner Gesamtheit betrachtet wird. Das Ziel ist, Attraktivität, Akzeptanz, Integration, Vielseitigkeit und Lebensfreude zu erhöhen. Deshalb schreckt den Investor auch der umkämpfte Hamburger Hotelmarkt nicht. Schließlich wurde von ihm das Umfeld des Airbus-Technologie-Parks wesentlich mit entwickelt. Seine Immobilien entstanden dort, wo sich ein Bedarf abzeichnete. Auch für ein Hotel. Nur für ein weiteres Fünf-Sterne-Haus, sagt der Immobilienfachmann, gebe es in der Hansestadt definitiv keinen Bedarf.

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