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Bremen

Stilles Örtchen wird laut diskutiert

Projekt „Nette Toilette“: DEHOGA Bremen zweifelt Nutzen für Gastronomen an / Reinigungsfrequenz treibt Kosten hoch

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/17 vom 24. April 2010
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BREMEN. Bevor das Projekt „Nette Toilette“ im gesamten Stadtgebiet von Bremen umgesetzt wird, müssen noch eine Reihe offener Fragen beantwortet werden. Das ist die Position des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Bremen. Hintergrund: Nach dem Start in Bremen-Nord ist nun seitens des Senats eine Erweiterung auf den Rest der Hansestadt vorgesehen. Der DEHOGA merkt unter anderem kritisch an, dass bei einer Teilnahme an dem Projekt die Dispositionsfreiheit des Betreibers zu der Frage, wer die Toiletten benutzen dürfe und wer nicht, entfallen würde. Zugleich werde die fälschliche Meinung, wonach Toiletten im Gastgewerbe ohnehin öffentlich seien, verfestigt. Der DEHOGA zweifelt außerdem stark an, ob die zu erwartende Aufwandsentschädigung überhaupt ausreichend sei – auch, weil eine erhöhte Benutzungsfrequenz der WCs zwangsläufig zu einer erhöhten Reinigungsfrequenz des gesamten Sanitärbereiches – und damit zu erhöhten KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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– führen werde.

Das Prinzip der „Netten Toiletten“: Gaststätten und Einzelhandelsgeschäfte öffnen ihre Toiletten für die Öffentlichkeit und bekommen dafür Geld von der Kommune; die wiederum spart das Geld für den Unterhalt von „Toilettenhäuschen“ ein.

Für die 22 vollautomatischen WC-Anlagen im Stadtgebiet muss die Stadt Bremen pro Jahr

1,1 Mio. Euro aufbringen, so der zuständige Umwelt- und Bausenator Reinhard Loske.

Ein durchaus stolzer Betrag, der noch mehr schmerzt, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Benutzerinnen und Benutzer inzwischen auf jährlich 55.000 gesunken ist. In den neunziger Jahren waren es noch ungefähr 30.000 Menschen mehr. Demgegenüber liegen die Kosten für die Aufwandsentschädigung zu Gunsten der Unterstützer der „Netten Toilette“ bei 150.000 Euro per anno.

Für die Toiletten soll durch Aufkleber und in Broschüren geworben werden. Dabei setzt Senator Loske nach seinen Worten auf die positiven Erfahrungen, die bereits in mehr als 80 deutschen Städten gesammelt worden

seien. Thomas Klaus

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