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Hessen

Stockbetten für die Messestadt

Das neue 25Hours-Hotel öffnet im Sommer / Etagen nach verschiedenen Epochen gestaltet / Flexibles Gastronomiekonzept

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/5 vom 2. Februar 2008
 Barbara Goerlich

FRANKFURT. In der Niddastraße im Frankfurter Bahnhofsviertel entsteht derzeit in einem ehemaligen Bürogebäude das zweite Frankfurter 25Hours-Hotel mit 76 Zimmern. Die Eröffnung ist für den Sommer 2008 geplant.

Als Alternative zum knallbunten Goldman 25Hours im Frankfurter Ostend gibt sich das neue Schwesterhotel im Banken- und Businessviertel authentisch und traditionsbewusst. Eigentümer ist der Immobilienentwickler Ardi Goldman, dem auch das Anfang 2007 eröffnete Goldmans 25Hours an der Hanauer Landstraße gehört. Betreiben wird das neue Hotel, das den Design-Hotels angeschlossen wird, die 25Hours Hotel Company GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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. Direktor ist der 29-jährige Henning Weiß, der auch das erste 25Hours weiterhin leitet.

Thema Jeans als Stilmittel

Die Niddastraße lag früher im Herz des Frankfurter Pelzviertels um den Bahnhof, wo traditionell die Kürschner und Rauchwarenhändler ihren Sitz hatten. Die Zeiten sind lange vorbei – heute prägt die nahe Bankencity mit ihren Büros das Viertel. Das neue Hotel ist über einen Innenhof mit dem Nebenhaus verbunden, wo demnächst die Zentrale des Jeansherstellers Levi Strauss Deutschland eröffnet wird. Über eine enge Zusammenarbeit der beiden Nachbarn wird derzeit verhandelt. Fest steht, dass man eine freundschaftliche Nachbarschaft mit Levi’s pflegen wird. Ein „profanes Jeans-Hotel“ werde es aber keinesfalls. „Eher eine Hommage an Mode, Kultur & Design der 1930er bis 1980er Jahre“, erläutert Projektmanager Bruno Marti das Konzept.

An der Außenfassade wird die minimalistische Handschrift des Frankfurter Architekten Karl Dudler ebenso klar erkennbar sein wie an der Raumaufteilung im Inneren. Das Thema „Jeans“ – mit Blautönen von Kobalt über Azur bis Türkis, Ultramarin und Indigo – werden die beiden mit der Innenausstattung beauftragten Designer Delphine Buhro und Michael Dreher in den Zimmern aufgreifen.

Das Duo spielt bewusst mit den klaren Linien Dudlers und lockert sie mit Verspieltheit auf. Jede EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
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wird einem Jahrzehnt gewidmet und dies in Farbgestaltung und Einrichtung wiedergeben. Zudem werden die Stockwerke mit der entsprechenden Musik beschallt. Buhro und Dreher haben bereits das Schwesterhotel Goldman 25Hours an der Hanauer Landstraße gestaltet. Im Gegensatz zu klassischen Inneneinrichtern, die erst skizzieren und dann realisieren, lassen sie sich schon einmal von Intuitionen und Assoziationen leiten. So verändert sich das Konzept täglich organisch. Das „Aufdoppeln“ fällt in den 76 Zimmern leicht. Statt klassischer Twin-Zimmer gibt es hier, „speziell auf die Bedürfnisse der Gäste der Messestadt zugeschnitten“, im Hotel Zimmer mit Stockbetten. Mehrere Tagungsräume gehören ebenfalls zum Haus. Ein Hingucker wird sicher auch die private Dachterrasse mit ihrem Skyline-Blick aus einem ganz neuen Blickwinkel.

Mit Nykke&Kokki als künftigem Betreiber des 55 Plätze großen Restaurants hat das Team einen weiteren Hit gelandet. Nykke&Kokki kommt aus dem CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
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und ist unter der Führung von Michael Frank, seinem innovativen Gründer, Inhaber und GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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, zu einer Frankfurter Gastro-Instanz mit derzeit drei Outlets gewachsen. Die in Walldorf ansässige Produktion setzt kompromisslos auf frische Bio-Produkte der Region. Das kommt an und ist zu schmecken – in bislang drei Lokalen. „Whole Food mit Bio-Qualität“ von Nykke&Kokki – ein Kunstname ohne tiefere Bedeutung – gibt es bereits im Mercedes-Benz-Spot am Frankfurter Kaiserplatz, im Café im Kunstverein und in der Lunchbox im Neu-Isenburger Ärztezentrum.

Wild belegtes Bauernbrot

Und demnächst mit innovativer „Kleiner Küche“. Das bedeutet Brotspezialitäten als wichtigstes Element mit dem ehrgeizigen Ziel, das beste Bauernbrot in Frankfurt zu bieten. „Dieses natürlich wild belegt oder mit hausgemachten Konfitüren“, erläutert Marti. Dazu saisonal wechselnd Salate, Suppen und jeweils ein, zwei bodenständige Tagesgerichte. Das Restaurant ist „natürlich bedient“. Viele Elemente gibt es bereits zum Frühstück. Statt eines klassischen Fixpreis-Buffets wird es ein Baukastensystem geben mit „Bezahlung nach Verzehr“ – zeitgemäß und flexibel wie das ganze Hotel. Die Branche darf gespannt sein. Barbara Goerlich


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Die Macher der Infosäulen: (von links) Marion Gutberlet vom Planungsbüro GfL, Karin Hünerfauth-Brixius vom Rheinsteig-Büro, Marion Keller von Koblenz Touristik, Frank Gallas und Tobias Kauf vom Rheinsteig-Büro
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