Energiesparen

Wirtschaftlich und ökologisch denken: Geschäftsführer Andreas Poth hat im Ruheraum im Wintergarten eine Wärmerückgewinnungsanlage einbauen lassen

© Raphaela Kwidzinski

Bayern

Strom selbst erzeugen

Das Kurhotel Staffelstein investiert eine Million Euro in ein Blockheizkraftwerk

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/11 vom 6. März 2010
 Raphaela Kwidzinski

BAD STAFFELSTEIN. 30 Prozent der hat das KurhotelVoraussetzung ist aber, dass im Bedarfsfall eine medizinische Versorgung gewährleistet sein muss sowie eine Diät angeboten werden kann.
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Staffelstein im vergangenen Jahr eingespart. Denn im Februar 2009 ist das neue Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen worden. Es hat eine fast 20 Jahre alte Heizungsanlage ersetzt und produziert die Hälfte des gesamten Strombedarfs des Hotels. 2010 sollen sie KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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noch niedriger ausfallen. Denn Kurhotel-GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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Andreas Poth hat weitere Energiesparmaßnahmen eingeleitet. Im Vergleich zu 2008 will er dieses Jahr 58 Prozent weniger Strom einkaufen müssen. „Wir haben knapp 600 LED-Lampen in Tiefgarage, Hotelbereich und Badezimmern eingesetzt“, sagt Poth.

Kosten halbieren

Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder sorgen zudem dafür, dass Beleuchtung und Geräte nicht den ganzen Tag laufen. „In der Tiefgarage hatten wir vorher 95 Neonröhren, die 24 Stunden am Tag liefen“, erzählt Poth. „Weil wir Bewegungsmelder angebracht und Wände weiß gestrichen haben, brauchen wir jetzt nur noch 35 Neonröhren – und die laufen nur noch 16 Stunden pro Tag.“ Die Kosten für die LED-Leuchten sollen sich schon nach vier Jahren amortisiert haben. Knapp eine Million Euro hat die Hotel-Betriebs-GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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& Co. KG in die energetische Sanierung des 4-Sterne-Hauses investiert. „Das war nötig, weil die Energiekosten vor zwei Jahren förmlich explodiert sind“, erläutert Poth. Der Sauerländer war im August 2007 in die GeschäftsführungDas leitende natürliche Organ einer juristischen Person .
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eingestiegen, seit Januar 2008 trägt er die Verantwortung für das 113-Zimmer-Haus in Oberfranken alleine.

„Die alte Heizung hatte schon damals öfter mal Aussetzer, gerade im Winter 2007/08“, erinnert er sich. „Da wollten wir nicht warten, bis sie kaputt geht.“ Das neue Blockheizkraftwerk soll sich nach zehn Jahren refinanziert haben – durch geringere Energiekosten, zu 20 Prozent aber auch durch Fördermittel. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) unterstützt das Hotel mit 5 Cent pro selbst erzeugter Kilowattstunde. Pro Jahr produziert das Blockheizkraftwerk etwa 190.000 Kilowattstunden und deckt die Hälfte des Wärmebedarfs des Hauses ab. Dabei hilft eine Wärmerückgewinnungsanlage, die Poth in den Wellnessbereich einbauen ließ. Die Wärme aus dem Ruheraum im Wintergarten wird der Heizung zugeführt und weiterverwendet. „Wenn die Sonne im Sommer auf das Glasdach knallt, herrschen hier Temperaturen von fast 60 Grad“, sagt Poth.

Modernisierung der Bäder

Investiert hat das Hotel auch in modernere Bäder auf den Zimmern. Bereits 51 der 113 Doppelzimmer wurden saniert. Bis 2012 sollen sie alle auf den neusten Stand gebracht werden.

Das Kurhotel, 1990 errichtet, lebt mittlerweile zu 50 Prozent von Tagungsgästen. „Geschäftskunden sind leichter zu erreichen, weil wir preislich unter dem Niveau von Bamberg oder Coburg liegen“, so der Geschäftsführer. Bei den Privatgästen sei das Marketing schon schwieriger. So setzt Poth vor allem noch auf Printwerbung, weil die klassische ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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über 50 Jahre alt ist und im Internet bislang schlecht zu erreichen sei. Raphaela Kwidzinski


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