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Bartsch Foto: Archiv

Schleswig-Holstein

Süßer die Kassen nie klingeln

Im Norden gehen Hotellerie und Gastronomie mit verhaltenem Optimismus ins neue Jahr

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/1 vom 6. Januar 2007

KIEL. Peter Bartsch freut sich für seine Kollegen. „Für Hotellerie und Gastronomie war Weihnachten ein Erfolg. Es war deutlich zu spüren, dass viele Menschen die Feiertage nicht nur zu Hause, sondern mit Verwandten, Freunden oder Bekannten in einem Restaurant oder Hotel erleben wollten.“ Der Präsident des DEHOGA Schleswig-Holstein zeigt sich gegenüber der AHGZ durchaus optimistisch: „Alles in allem gehen wir mit gutem Mut ins neue Jahr.“

Sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft ist auch Oliver Gut, Direktor des Maritim Strandhotels, Travemünde. „Für uns war 2006 die beste Weihnacht seit sechs Jahren“, erklärte er. „Unser Hotel war fast komplett ausgebucht, die Zimmerbelegung lag bei 90 Prozent.“ Der Erfolg des Strandhotels beruhe nicht zuletzt auf dem vielseitigen und attraktiven Programm, das 2006 laut Gut noch verbessert worden sei. Viel Anklang fand beispielsweise die Thomas-Mann-Lesung im Buddenbrook-Haus in Lübeck. Und Heiligabend begeisterte in der weihnachtlich geschmückten Hotelhalle ein Kinderchor die Gäste. Ein besonderes Erlebnis war für viele Gäste die Besichtigung des Ahrensburger Schlosses am 1. Weihnachtstag mit großem Punsch-Picknick.

Gutes Essen lockt Gäste, das weiß auch Oliver Gut: „Viel Zuspruch fanden auch diesmal wieder die Weihnachtsmenüs. Wir hatten allein über 300 Halbpensionsgäste, die unsere Festtagsgerichte genossen. Und unser Top-Restaurant Über den Wolken war an allen Weihnachtstagen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Alles in allem ein Erfolg, der auch auf die großartigen Leistungen unserer Mitarbeiter zurückzuführen ist.“

Friedvolle Weihnachten auf den Nordsee-Inseln. Viele Hotels und Restaurants hatten hier während der Festtage geschlossen. Nicht so das Hotel Seeblick in Norddorf auf Amrum. „Mit über 70 Gästen war unser Haus so gut wie ausgebucht“, freute sich Hoteliere Nicole Hesse. „Vor sechs Jahren waren es knapp halb so viele.“ Begeistert waren die Gäste vom Festtagsmenü: Tartar vom Amrumer Rind, Variation von der Jakobsmuschel, Lachs- und Zanderroulade, Kalbsbraten mit gebackenem Kalbskopf und Tonkabohnen-Dessert. Als Auftakt war am Nachmittag noch gemeinsames Grillen angesagt.

Zufrieden mit dem Verlauf von Weihnachten 2006 zeigte sich auch Carl-Heinz Lessau, Direktor des Parkhotels Kieler Kaufmann, Kiel. „Obwohl unser Restaurant Heiligabend nicht geöffnet hatte, waren doch25 Zimmer belegt. Dabei handelte es sich größtenteils um Gäste, die hier Verwandte besucht haben.“

An den Feiertagen florierte die Gastronomie des Parkhotels wieder. Sowohl mittags als auch abends konnte Lessau jeweils 80 Gäste im Restaurant begrüßen. „Für uns eine Steigerung von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagte er. „Viele Stammgäste, die uns die Treue halten, genossen mit ihren Familien unsere Gaumenfreuden.“ Für 2007 erwartet Lessau für das Parkhotel Kieler Kaufmann eine weitere positive Entwicklung. Die Ampel jedenfalls steht auf „Grün“. Heinz-Joachim Zinke

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