Vermischtes
Sylt mit Polanski-Film in den Kinos
NIEBÜLL. Am 18. Februar kommt der Film „Der Ghostwriter" in die deutschen Kinos. Star-Regisseur Roman Polanski drehte im letzten Jahr Teile des Films auf der Insel Sylt.
Dass der nördliche Inselzipfel zu Hollywood-Ehren kommt, verdankt er der Tatsache, einer kleinen Insel vor der amerikanischen Ostküste zum Verwechseln ähnlich zu sein. „The Ghostwriter" spielt nach literarischer Vorlage in einer Küstenstadt auf der Insel Martha's Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts. Sylt diente bei den Filmaufnahmen als Double dieses berühmten Eilandes, denn Naturkulisse und Klima ähneln der Insel im Atlantik.
„Das Wetter spielt in meinen Büchern immer eine Rolle", sagt der Bestsellerautor Harris. „Vielleicht liegt es daran, dass ich wie alle Engländer vom Wetter besessen bin. Und mir war es wichtig, das Gefühl eines Exilanten zu vermitteln, der sich in eine winterliche Küstenstadt zurückzieht - das heißt, an einen Ort, den alle anderen verlassen haben."
Damit die nordfriesische Insel das neuenglische Flair glaubhaft verkörpern konnte, wurden ganze Straßenzüge verändert. Die Mautstraße im Listland, die dem Verlauf des Ellenbogens folgt, wurde in eine für die Ostküste der USA typische Landstraße mit einer überirdischen Telefonleitung verwandelt. Im Hafen von List wurden Straßenschilder ausgetauscht und Schiffsnamen übergemalt. Die Schauplätze waren natürlich sehr wichtig", fügt Ewan McGregor hinzu. „Bei den Dreharbeiten war es sehr kalt und windig und wir filmten viele Szenen an Außenmotiven - zum Beispiel an Stränden bei peitschenden Winden und Regen. Immer versuchten wir schlechtes Wetter zu erwischen. Blauen Himmel konnten wir nicht gebrauchen, es musste grau, regnerisch, elend und einsam sein."
Auch wenn Sylt letztlich nur als Double für das amerikanische Vorbild Martha's Vineyard fungierte, stand die nordfriesische Insel bereits während der Filmaufnahmen im Mittelpunkt internationaler Medienaufmerksamkeit. Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH (SMG), ist überzeugt davon, dass sich diese Berichterstattung positiv auswirkt: "Die Insel wird nicht als Hollywood-Kulisse wahrgenommen, sondern als friesisches Original mit grandioser Naturschönheit. Deshalb unterstützen wir gemeinsam mit den insularen Tourismusorganisationen Film- und Fernsehprojekte dieser Art." red

